| Regie |
Stephanie Mohr |
| Bühne |
Miriam Busch |
| Kostüme |
Alfred Mayerhofer |
| Musikarrangements |
Kyrre Kvam |
| Dramaturgie |
Sylvia Brandl |
| Isabella Szendzielorz | Daniel Berger, Florian Carove, Jan Nikolaus Cerha, Dominik Hees, Christian Kainradl, Kyrre Kvam, Tino Leo, Dominic Oley, Denis Petkovic, Matthias Schlüter, Roman Schmelzer, Markus Simader, Heiner Stadelmann, Morteza Tavakoli, Eduard Wildner |
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Schillers revolutionäres Jugendwerk krönt die literarischen Proteste des Sturm und Drangs. Mit dramatischer Wucht spiegelt es den Aufruhr und den Widerstand gegen die Zwänge der herrschenden Ordnung. Zwei verfeindete Brüder – wenn auch mit ganz unterschiedlichen Motiven – stellen sich gegen den Vater und damit gegen den Zustand der Welt. Die Tragödie der Familie Moor erzählt von der Rebellion und der Klage der Jugend gegen eine Gesellschaft, die sie nur zum Preis der Selbstaufgabe integriert.
Franz Moor, von Neid und Eifersucht getrieben, ersinnt Intrigen, um seinem Bruder Karl das Erstgeborenenrecht, die Zuneigung des Vaters und die Liebe seiner Braut Amalia zu nehmen. Alle Mittel sind ihm dabei recht: Briefe werden gefälscht, der Vater Maximilian wird gequält, Amalia belogen und umgarnt. Karl weiß von all dem nichts. Er hat seinem Vater aus Leipzig einen Brief geschrieben, in dem er sein ausschweifendes Studentenleben bereut und seine baldige Rückkehr ankündigt. Diesen Brief wird Maximilian niemals erhalten. Franz erzählt stattdessen dem Vater, sein Lieblingssohn Karl sei ein Mörder, Frauenschänder und Bandit geworden. Zwischen Maximilian und Karl kommt es zum Bruch. Da beschließt Karl der zu werden, für den er nun durch die Lügen des jüngeren Bruders gehalten wird. Als Räuberhauptmann tritt er mit seinen Leuten als Rächer der Unterdrückten auf. Innerhalb der Bande kommt es jedoch zu gefährlichen Spannungen, die Grenzen zwischen Idealismus und Mordlust verschwimmen. Karl gerät immer tiefer in einen Teufelskreis von Unrecht und Gewalt, der ihm den Weg zurück versperrt. Als seinetwegen auch Unschuldige ums Leben kommen, und Karl an Amalia erinnert wird, kehrt er noch einmal in sein Vaterhaus zurück… |
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Das Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße, heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme. Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Tür. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht.
Augenzeugenbericht zur Uraufführung der Räuber,
Nationaltheater Mannheim (13. Januar 1782) |
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