| Musikalische Leitung |
Peter Marschik |
| Regie |
Andrejs Žagars |
| Bühne |
Reinis Suhanovs |
| Kostüme |
Kristine Pasternaka |
| Lichtgestaltung |
Kevin Wyn-Jones |
| Choreinstudierung |
Günter Wallner |
| Dramaturgie |
Heiko Cullmann |
| Dinara Alieva, Beatrix Fodor, Larissa Schmidt, Bernadett Wiedemann I Mikael Babajanyan, Anton Graner, Willi Jeschofnik, Francesco Landolfi, Alexandar Nossikoff, Gaston Rivero u. a. |
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Chor und Extrachor
des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester |
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in italienischer Sprache
mit deutschen Übertiteln |
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| IN KOOPERATION MIT DEM
KROATISCHEN NATIONALTHEATER ZAGREB |
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Oft genug war das Libretto von Il trovatore Anlass für kritische Aus- einandersetzungen. Man sprach vom „krausen Kunterbunt“, vom „unklaren Schauerdrama“ und den „unheilbaren Gebrechen des Textes“. Ein Juwel an Dichtung war die Tragödie El trovador des erst siebzehnjährigen Antonio García y Gutiérrez bestimmt nicht, doch gerade die neuartige romantisch-sprunghafte Dramatik mit ihrer Vielfalt der Situationen, ihrem Kontrastreichtum an Personen und Aktionen inspirierte den 39jährigen Komponisten.
Der alte Graf Luna lässt eine Zigeunerin auf dem Scheiterhaufen verbrennen, nachdem sie seinen jüngeren Sohn Garcia verhext haben soll. Azucena, die Tochter der Zigeunerin, nimmt daraufhin Rache und entführt den Grafensohn. Beim Versuch, ihre Mutter zu rächen, tötet sie in geistiger Umnachtung jedoch irrtümlich das eigene Kind und zieht nun Garcia unter dem Namen Manrico an Sohnes statt auf. Zwanzig Jahre später stehen sich die beiden Brüder unerkannt als Feinde gegenüber: Der junge Graf Luna kämpft für die Partei des Königs, der Troubadour Manrico auf Seiten der Rebellen. Ihr gesellschaftlicher Konflikt wiederholt sich in der Rivalität der Liebe zur Hofdame Leonora. Als Azucena und Manrico in die Hände Lunas fallen, versucht Leonora, das Leben des Geliebten zu retten, indem sie sich dem Widersacher verspricht, zugleich aber Gift nimmt. Luna fühlt sich betrogen und lässt Manrico sofort hinrichten. Triumphierend enthüllt Azucena dem Grafen, dass er soeben seinen eigenen Bruder getötet hat.
Die poetische Dichte und soziale Sprengkraft von Il trovatore wurden bis heute von keiner italienischen Oper übertroffen. Verdi, der sich zeitlebens selbst als Außenseiter fühlte, wurde von der Gestalt der Zigeunerin Azucena geradezu magisch angezogen. Sie, als Angehörige eines ewigen Emigrantenvolkes, als Frau aus einer rechtslosen Klasse, und als verzweifelte Mutter bot seiner dramatischen Charakterisierungskunst alle Entfaltungsmöglichkeiten. |
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Wir waren übrigens wieder einmal den alten Troubadour anschauen. Welch meisterliches Werk, welch genaue und sublime Kenntnis des Theaters. Ein großartiges Libretto, voll Abenteuer, Ruhm, Todesnot und Liebe. Und über allem dieser Strom einer vollkommenen musikalischen Inspiration. Ja, das ist Oper, und wir wollen uns ein Mal mehr daran freuen, daß wir ein musikalisches Theater haben, denn es ist ja doch eigentlich die wahre Erfüllung des Dramas. […] Azucena wird uns noch lange unvergeßlich bleiben. Und die Leute beweisen Geschmack, wenn sie diese Oper lieben…
Hugo von Hofmannsthal |
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