| Musikalische Leitung |
John Owen Edwards |
| Regie |
Josef E. Köpplinger |
| Musical staging |
Ricarda Regina
Ludigkeit |
| Bühne und Kostüme |
Rainer Sinell |
| Choreinstudierung |
Günter Wallner |
| Dramaturgie |
Heiko Cullmann |
| Nazide Aylin, Dagmar Hellberg, Tina Schlötzke, Anna Veit, Nadine Zeintl | Frank Berg, Stefan Bischoff, Florian Claus, Juan Carlos Falcón, Norbert Lamla, Previn Moore, Christian Schleinzer, Jesper Tydén, Andreas Wanasek, Erwin Windegger |
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Chor des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester |
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| Übrigens läßt sich alles Ersinnliche zu Pasteten verwenden, und in der Zusammensetzung derselben kann eine brave Köchin recht deutlich zeigen, daß sie Einbildungskraft und Urtheil besitzet. |
| Großes Wiener-Kochbuch (1827) |
Der Barbier Benjamin Barker wird von dem zwielichtigen Richter Turpin um Frau und Tochter gebracht und zu Unrecht nach Australien deportiert. Nach 15 Jahren kehrt er unerkannt nach London zurück, eröffnet unter dem Namen „Sweeney Todd“ seinen alten Friseursalon wieder und beginnt einen tödlichen Rachefeldzug an denjenigen, die er für sein Schicksal verantwortlich macht. Zu seiner Komplizin wird die Bäckerin Mrs. Lovett, die ihm hilft, die Leichen zu beseitigen und sie zu wohlschmeckenden Pasteten verarbeitet, die reißenden Absatz finden. Bis jedoch endlich Richter Turpin auf dem Rasierstuhl Platz nimmt, fließt noch eine Menge Blut…
Die Figur des Teufelbarbiers Sweeney Todd tauchte erstmals 1846 in einem Groschenroman auf und entzückte die Londoner Leserschaft so sehr, dass innerhalb kürzester Zeit 18 Fortsetzungen mit weiteren 37 Morden folgten. Nur ein Jahr später entstand die erste von vielen, ebenso erfolgreichen Bühnenadaptionen. Auch im 20. Jahrhundert erfreuten sich die Untaten Sweeney Todds so großer Beliebtheit, dass er bereits 1926 die noch stumme Filmleinwand erklomm. Kein Geringerer als John Cranko choreographierte 1959 sogar ein Tanzstück für das Royal Ballet in London.
Die Theaterversion Christopher G. Bonds von 1971 bildet die Vorlage für Stephen Sondheims grotesken Musical-Thriller, der 1979 am Broadway uraufgeführt und trotz des makabren Themas ein Welterfolg wurde. Sondheim bezeichnete Sweeney Todd selbst als „tiefschwarze Operette“. Die raffinierte Partitur changiert virtuos zwischen Volkstänzen und Gassenhauern, Koloraturarien im Stile Rossinis und glutvollen Duetten sowie lateinamerikanischen Wiegenliedern und beschwingten Walzermelodien. Mit Sweeney Todd hat Sondheim dem Musical ganz neue Bereiche eröffnet und die thematische Spannweite des Genres zu komplexeren Stoffen hin erweitert. 2008 kam Tim Burtons Verfilmung des Musicals (mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter in den Hauptrollen) in die Kinos und avancierte zum internationalen Kassenschlager. |
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