| Musikalische Leitung |
Michael Brandstätter |
| Regie |
Emmy Werner |
| Choreographie |
Karl Alfred Schreiner |
| Bühne und Kostüme |
Rainer Sinell |
| Choreinstudierung |
Günter Wallner |
| Dramaturgie |
Heiko Cullmann |
| Ks. Gisela Ehrensperger, Simona Eisinger, Frauke Schäfer I Erwin Belakowitsch, Stefan Bischoff, Florian Claus, Torsten Frisch, Erik Göller, Willi Jeschofnik, Daniel Prohaska, Jens Schnarre, Ks. Kurt Schreibmayer, Ksch. Franz Wyzner u. a. |
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| Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt |
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| Kärntner Sinfonieorchester |
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Polen 1704. Im besetzten Krakau pariert die polnische Komtesse Laura, Tochter der Gräfin Nowalska, die Annäherungsversuche des sächsischen Stadtgouverneurs Ollendorf mit einem Schlag ihres Fächers. Auf Rache sinnend, stellt der so Beleidigte der verarmten Gräfin und ihren beiden Töchtern zwei politische Sträflinge vor. Der Student Symon Rymanovicz soll als angeblich steinreicher Fürst Wybicki um Laura werben, sein Kommilitone Jan Janicki als dessen Sekretär um ihre Schwester Bronislawa. Nach der hoffentlich bald stattfindenden Hochzeit soll die Maskerade auffliegen und die ganze Familie zum Gespött werden. Doch der Plan geht schief: Zwischen der Komtesse und dem Bettelstudenten funkt es. Je mehr ehrliche Gefühle ins Spiel kommen, desto eher ist Laura bereit, ihr standesdünkelhaftes „Gefängnis“ zu verlassen. Im gleichen Maße überwindet Symon seinen spielerischen Leichtsinn und übernimmt Verantwortung. Im Ringen umeinander finden sich am Ende zwei junge Paare, für die weder Titel noch Etikette zählen, sondern einzig die Liebe.
Es war die Unsicherheit in der Textbeurteilung von Johann Strauß, die Millöcker dieses geniale Libretto mit seiner ausgereiften Mischung aus Humor und Sentiment eintrug. Die Dichter Friedrich Zell und Richard Genée hatten nämlich Strauß zwei Texte gleichzeitig geschickt: Der Bettelstudent und Eine Nacht in Venedig. Strauß konnte sich nicht entschließen und fragte Millöcker, welchen er vorzöge. Millöcker, der Strauß genau kannte, entschied sich scheinheilig für Eine Nacht in Venedig, worauf Strauß prompt auf diesen Text bestand. So kam Der Bettelstudent an Millöcker, und wir verdanken dieser kleinen List ein Operetten-Meisterwerk. Die Verbindung von italienischer Melodienseligkeit mit beschwingten Wiener Walzern und slawisch-volkstümlichen Tänzen garantieren dem Bettelstudenten den größten Publikumszuspruch unter allen Operetten Millöckers. |
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Hätte ich den Pinsel Raffaels, die Melodien Mozarts und die Sprache Calderons, so gelänge es mir vielleicht, Ihnen ein Gefühl in die Brust zu zaubern, das Sie empfinden würden, wenn eine wahre Polin, eine Weichselaphrodite vor Ihren hochbegnadigten Augen leibhaftig erschiene. Aber was sind Raffaelsche Farbenkleckse gegen diese Altarbilder der Schönheit, die der lebendige Gott in seinen heitersten Stunden fröhlich hingezeichnet! Was sind Mozartsche Klimpereien gegen die Worte, die gefüllten Bonbons für die Seele, die aus den Rosenlippen dieser Süßen hervorquellen! Was sind alle Calderonschen Sterne der Erde und Blumen des Himmels gegen diese Holden, die ich ebenfalls, auf gut calderonisch, Engel der Erde benamse, weil ich die Engel selbst Polinnen des Himmels nenne!
Heinrich Heine |
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