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| Fotos © 2009 Stadttheater Klagenfurt / H.Bauer |
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| Marianne Fischer, Kleine Zeitung |
Im Glanz der ewigen Jugend
Ein Nachmittag voll Poesie, Witz und mit herrlichem Schattentheater: Gestern feierte "Peter Pan" Premiere im Stadttheater Klagenfurt. Ein Stück für die ganze Familie
Peter Pan war in letzter Zeit in aller Munde. Allerdings nicht die Bühnenfigur, sondern deren Inkarnation: Kaum ein Medium, das Michael Jackson nicht mit dem Jungen verglich, der nie erwachsen werden wollte. Hatte doch der Musiker selbst als großer Fan des Stückes seine Farm "Neverland" (Nimmerland) getauft. Kein Wunder also, dass Michael Jackson auch bei der Premiere von "Peter Pan" im Stadttheater Klagenfurt gestern Nachmittag nicht fehlen durfte - mit seinen Melodien und seinem Moonwalk, den Peter Pan in einer hinreißenden Einlage gemeinsam mit mehreren Schattenfiguren für Wendy tanzte.
Das war aber auch schon der einzige aktuelle Bezug. Ansonsten hat Regisseurin Sibylle Broll-Pape den Kinderklassiker dort belassen, wo er hingehört: im London des beginnenden 20. Jahrhunderts. In ihrer poetisch-nostalgischen Inszenierung tollen Wendy (Sophie Aujesky) und ihre Brüder wie eh und je durch die Gegend, um die Zeit vor dem Zu-Bett-Gehen noch hinauszuzögern. Und wenn dann Peter Pan ihnen das Fliegen beibringt, Staunen nicht nur die Kinder im Publikum und wissen Dank der sichtbaren Schnüre trotzdem: Das Theater ist halt doch Illusion. Aber eine der schönsten, die es geben kann.
Dazu trägt auch die Fee Tinkerbell (reizend eigensinnig: Antje Eckermann) bei, die in Klagenfurt durch die Geschichte führt. Mal als Lichtpunkt dahinschwirrend, mal als glitzernde junge Dame, deren kleines Herz zwar immer nur zu einem Gefühl fähig ist - das aber in ungemein vielen Variationen. Und alle haben mit Peter Pan (Tino Leo mit viel Bubencharme) zu tun.
Sibylle Broll-Pape entwickelt die Geschichte gemächlich, ohne je den Zauber des Theaters aus den Augen zu verlieren. Hinreißend sind etwa die Schattenkämpfe, die über den Köpfen der unterirdisch wohnenden verlorenen Jungs zwischen den Piraten und Indianern ablaufen. Und das Duell zwischen Peter und Käpt'n Hook (düster-elegant: Michael Duregger) sowie die anderen Bühnen-Handgemenge sind mit so viel Witz gemacht, dass Angst erst gar nicht aufkommen kann (Altersempfehlung ab 6).
Ein homogenes Ensemble, Jeff Frohners eingängige Musik und das zauberhafte Bühnenbild von Rainer Sinell, das unter anderem an die Urwaldbilder von Henri Rousseau erinnert, runden einen vom Publikum begeistert aufgenommen Theaternachmittag für die ganze Familie ab. Ein Nachmittag, der auch eine Hommage an ein Theaterstück ist, das selbst ewig jung bleibt.
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| Ch. N. Kogler, Krone |
Premiere "Peter Pan" begeisterte Kleine wie Große
BunteTräumerei
Wenn Träume Flügel verleihen, ist Peter Pan nicht weit. Seit Samstag führt er nicht nur die Darling-Kinder, sondern auch begeisterte kleine und große Stadttheaterbesucher ins Nimmerland, wo aufregende Abenteuer zu bestehen sind. Bunte, lebendige, nie langweilige eineinhalb Stunden für alle, die noch träumen können.
Erwartungsfroh und auf geregt klingen die zarten Stimmen, die Samstag das Stadttheater füllen: Das Kinderstück feiert Premiere. Ein Stück nur für Kinder? Nein, der Klassiker "Peter Pan" von James Matthew Barrie zieht seit 1904 auch Große in seinen Bann.
Zauberhaft zeigt sich das Theater schon vor dem Stück: Der Vorhang ist blau und auf ihm glitzert Tinkerbells Feenstaub. Der dynamischen, Rad schlagenden, stets klingelnden Antje Eckermann gehört die volle Aufmerksamkeit, doch die Lacher bekommt Hund Nana - akrobatisch dargestellt von Ernst Gabriel Vokurek, der auch als verlorener Junge Löckchen zu sehen ist.
Doch als Peter Pan - Tino Leo als sportlich-kindlicher Herzeneroberer -, das erste Mal über die Bühne fliegt, ist die Begeisterung unüberhörbar. Zu toppen nur noch durch seinen Schatten-Tanz: Zu Jacksons "Thriller" bringt er mit vier Tänzern sogar den Moonwalk.
Starke, lebendige Szenen samt Slapstick zeigt Regisseurin Sibylle Broll-Pape auch mit Indianern und Piraten im Bühnenbild von Rainer Sinell, in dem Effekte wie Nebel nicht zu kurz kommen. Tosender Applaus beendet den musikalischen Traum.
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| Verena Schellander, KTZ |
Moonwalk mitten in Nimmerland ...
"Peter Pan" am Stadttheater Klagenfurt: tolle Szenenbilder, viel Klamauk und Abenteuer dennoch fast zu viel Bewegung und Dauer...
Diese Geschichte schreit schon nach Abenteuer: ein Junge, der nicht erwachsen werden will und im geheimnissvollen Nimmerland mit Feen um die Wette fliegt oder gegen Piraten kämpft. Sibylle Broll-Pape bleibt ihrer Inszenierung von "Peter Pan" am Klagenfurter Stadttheater nichts an Farbigkeit schuldig: Die einzelnen Szenenbilder (Bühne und Kostüme: Rainer Sinell), wie zum Beispiel der Wald in Nimmerland und das Piratenschiff, sind abwechslungsreich und mit großer Liebe zum Detail gestaltet. Unverzichtbar ist Antje Eckermann als freche Fee Tinkerbell, die mit viel Charme und Esprit durch die Geschichte führt. Auch Sophie Aujesky sorgt als Wendy für Furore.
Tanzender Peter Pan
Tino Leo ist ein natürlicher, sympathischer Peter Pan, der auch das Tanzbein schwingt: Gemeinsam mit seinem wiedergefundenen Schatten legt er zu Michael-Jackson-Hits (Musik: Jeff Frohner) einen tadellosen "Moonwalk" auf die Bühne. Auch Tigerlilly (Zeynep Buyrac) und ihre tanzenden Indianer erinnern stark an einen MTV-Clip. Etwas schwach bei Stimme und wenig furchteinflößend hingegen ist Michael Duregger als Käptn Hook. Im Stück selbst gibt es viel Bewegung: Peter Pan schwebt über die Bühne, und der Neufundländer Nana (Ernst Gabriel Vokurek), der für einige Lacher sorgt, flitzt am Publikum vorbei. Leider wirkt die Bühne manchmal überladen, was sich negativ auf das Textverständnis auswirkt. Guten Einsatz hingegen finden Videos und Animationen (Paul Schön): So wird zum Beispiel ein Wasserfall oder der vorbeifliegende Peter Pan imaginiert. Dennoch - zwei Stunden sind trotz Abenteuer und Klamauk für Kinder fast zu lange.
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