Heute, Dienstag, 16. März 2010   spielfrei 

Mi., 17. Mar. 19.30 Uhr: Der Theatermacher
STADT THEATER KLAGENFURT  - Klick = Home
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 Oper   Libretto und Musik von Modest Mussorgsky
  BORIS GODUNOW
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Musikalische Leitung  Peter Marschik
Regie  Andreas Baesler
Bühne  Andreas Wilkens
Kostüme  Gabriele Heimann
Choreinstudierung  Günter Wallner
Dramaturgie  Heiko Cullmann

Lorena Espina, Linda Kazani,
Larissa Schmidt | Erik Årman,
Daniel Brenna, Dan Paul Dumitrescu,
Torsten Frisch, Roman Ialcic,
Willi Jeschofnik, Pavel Kudinov,
Renatus Mészár, Alexander Nagy,
Douglas Nasrawi, In Sung Sim,
Krassimir Tassev
 
Chor, Extrachor und Kinderchor
des Stadttheaters Klagenfurt
 
Kärntner Sinfonieorchester
 
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 
Kritische Ausgabe von David Lloyd-Jones
 
» Abendbesetzungen »
 

Puschkin, von der Intelligenz Mozarts, und Mussorgsky, melodisch und harmonisch hochbegabt, der geborene Musikdramatiker, dessen kühne Harmonik Debussy und Strawinsky wesentlich prägte, sind die Säulen großer Kunst geworden.
Gottfried von Einem  
Datum Dirigent Pimen Grigorij Otrepjew Xenia
Do., 07.01.2010 Marschik Sim Brenna Akopyan
Di., 12.01.2010 Marschik Sim Brenna Akopyan
Do., 14.01.2010 Marschik Sim Zvetanov Akopyan
Sa., 16.01.2010 Marschik Sim Zvetanov Akopyan
Sa., 23.01.2010 Marschik Sim Brenna Kazani
Mi., 27.01.2010 Brandstätter Dumitrescu Brenna Kazani
Mi., 03.02.2010 Brandstätter Sim Brenna Kazani
Fr., 05.02.2010 Wallner Dumitrescu Brenna Kazani
Sa., 13.02.2010 Brandstätter Dumitrescu Brenna Kazani
Fr., 19.02.2010 Wallner Dumitrescu Brenna Kazani
Di., 02.03.2010 Marschik Kudinov Brenna Kazani
Während der Regierung des schwachsinnigen Zaren Feodor I., einem Sohn Iwan des Schrecklichen, war dessen Schwager Boris Godunow der eigentliche Herrscher Russlands. 1591 wurde der neunjährige Zarewitsch Dimitrij – ein weiterer Sohn Iwans – mit durchschnittener Kehle im Hof des Klosters Uglitsch aufgefunden. Die Volksstimme beschuldigte Boris, welcher nach dem Tode des kinderlosen Feodors 1598 nun selbst Zar wurde, des Verbrechens. Nach kurzer, unglücklicher Regierungszeit verfiel er dem Wahnsinn und starb in genau jenem Augenblick, in welchem sich das von Hunger und Seuchen gequälte Volk erhob und mit dem entlaufenen Mönch Grigorij Otrepjew einen Usurpator auf den Thron setzte, der sich für den durch ein Wunder am Leben gebliebenen Dimitrij ausgab.

Dieses gewaltige Geschichtsdrama, vor allem aber das Geheimnis um den falschen Dimitrij, hat viele Dichter und Komponisten zur Gestaltung angeregt. Bevor Alexander Puschkin 1830 seine Dramatische Chronik vom Zaren Boris und Grischka Otrepjew veröffentlichte, hatten bereits Friedrich Schiller und Friedrich Hebbel das Thema aufgegriffen. 1868 fing auch Modest Mussorgsky Feuer. Seine Oper Boris Godunow wurde im Februar 1874 in St. Petersburg uraufgeführt und spaltete die Zuhörer in zwei Lager. Während das Publikum einhellig begeistert war, verriss die Kritik das Stück erbarmungslos, was den Erfolg des „Musikalischen Volksdramas“, wie es Mussorgsky nannte, allerdings nicht beeinträchtigen konnte.

Die Musik mit ihren klanglichen Härten und aggressiven Rhythmen kündet von der außergewöhnlichen Begabung des Autodidakten Mussorgsky. Im Glanz der Zarenzeit musste die Oper wie ein revolutionäres Fanal wirken. So versuchte der Komponist Nikolai Rimski-Korsakow nach Mussorgskys Tod, dessen eigensinnige Partitur im Sinne schulmäßig einwandfreier Harmonik und Satzlehre radikal zu glätten. Das Stadttheater Klagenfurt spielt Boris Godunow in der originalen Instrumentierung, die in dem tief empfundenen, psychologischen Realismus Mussorgskys wurzelt.
  Einführungsmatinee
  13. Dezember 2009, 11.00 Uhr
  Moderation Christoph Wagner-Trenkwitz
  Bühne
 Premiere
  7. Januar 2010, 19.30 Uhr
  Dauer ca. 2,5 Stunden | eine Pause
  Derniere
  2. März 2010
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