| Musikalische Leitung |
Peter Marschik |
| Regie |
Andreas Baesler |
| Bühne |
Andreas Wilkens |
| Kostüme |
Gabriele Heimann |
| Choreinstudierung |
Günter Wallner |
| Dramaturgie |
Heiko Cullmann |
Lorena Espina, Linda Kazani,
Larissa Schmidt | Erik Årman,
Daniel Brenna, Dan Paul Dumitrescu,
Torsten Frisch, Roman Ialcic,
Willi Jeschofnik, Pavel Kudinov,
Renatus Mészár,
Alexander Nagy,
Douglas Nasrawi,
In Sung Sim,
Krassimir Tassev |
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Chor, Extrachor und Kinderchor
des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester |
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| In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln |
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| Kritische Ausgabe von David Lloyd-Jones |
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| Puschkin, von der Intelligenz Mozarts, und Mussorgsky, melodisch und harmonisch hochbegabt, der geborene Musikdramatiker, dessen kühne Harmonik Debussy und Strawinsky wesentlich prägte, sind die Säulen großer Kunst geworden. |
| Gottfried von Einem |
| Datum |
Dirigent |
Pimen |
Grigorij Otrepjew |
Xenia |
| Do., 07.01.2010 |
Marschik |
Sim |
Brenna |
Akopyan |
| Di., 12.01.2010 |
Marschik |
Sim |
Brenna |
Akopyan |
| Do., 14.01.2010 |
Marschik |
Sim |
Zvetanov |
Akopyan |
| Sa., 16.01.2010 |
Marschik |
Sim |
Zvetanov |
Akopyan |
| Sa., 23.01.2010 |
Marschik |
Sim |
Brenna |
Kazani |
| Mi., 27.01.2010 |
Brandstätter |
Dumitrescu |
Brenna |
Kazani |
| Mi., 03.02.2010 |
Brandstätter |
Sim |
Brenna |
Kazani |
| Fr., 05.02.2010 |
Wallner |
Dumitrescu |
Brenna |
Kazani |
| Sa., 13.02.2010 |
Brandstätter |
Dumitrescu |
Brenna |
Kazani |
| Fr., 19.02.2010 |
Wallner |
Dumitrescu |
Brenna |
Kazani |
| Di., 02.03.2010 |
Marschik |
Kudinov |
Brenna |
Kazani |
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Während der Regierung des schwachsinnigen Zaren Feodor I., einem Sohn Iwan des Schrecklichen, war dessen Schwager Boris Godunow der eigentliche Herrscher Russlands. 1591 wurde der neunjährige Zarewitsch Dimitrij – ein weiterer Sohn Iwans – mit durchschnittener Kehle im Hof des Klosters Uglitsch aufgefunden. Die Volksstimme beschuldigte Boris, welcher nach dem Tode des kinderlosen Feodors 1598 nun selbst Zar wurde, des Verbrechens. Nach kurzer, unglücklicher Regierungszeit verfiel er dem Wahnsinn und starb in genau jenem Augenblick, in welchem sich das von Hunger und Seuchen gequälte Volk erhob und mit dem entlaufenen Mönch Grigorij Otrepjew einen Usurpator auf den Thron setzte, der sich für den durch ein Wunder am Leben gebliebenen Dimitrij ausgab.
Dieses gewaltige Geschichtsdrama, vor allem aber das Geheimnis um den falschen Dimitrij, hat viele Dichter und Komponisten zur Gestaltung angeregt. Bevor Alexander Puschkin 1830 seine Dramatische Chronik vom Zaren Boris und Grischka Otrepjew veröffentlichte, hatten bereits Friedrich Schiller und Friedrich Hebbel das Thema aufgegriffen. 1868 fing auch Modest Mussorgsky Feuer. Seine Oper Boris Godunow wurde im Februar 1874 in St. Petersburg uraufgeführt und spaltete die Zuhörer in zwei Lager. Während das Publikum einhellig begeistert war, verriss die Kritik das Stück erbarmungslos, was den Erfolg des „Musikalischen Volksdramas“, wie es Mussorgsky nannte, allerdings nicht beeinträchtigen konnte.
Die Musik mit ihren klanglichen Härten und aggressiven Rhythmen kündet von der außergewöhnlichen Begabung des Autodidakten Mussorgsky. Im Glanz der Zarenzeit musste die Oper wie ein revolutionäres Fanal wirken. So versuchte der Komponist Nikolai Rimski-Korsakow nach Mussorgskys Tod, dessen eigensinnige Partitur im Sinne schulmäßig einwandfreier Harmonik und Satzlehre radikal zu glätten. Das Stadttheater Klagenfurt spielt Boris Godunow in der originalen Instrumentierung, die in dem tief empfundenen, psychologischen Realismus Mussorgskys wurzelt. |
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