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| Fotos © 2010 Stadttheater Klagenfurt / H.Bauer |
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| Andrea Hein, Krone |
„Ur-Boris“ sorgt in Klagenfurt für Mussorgksy-Entdeckung… ein durchaus attraktives, homogenes Opernerlebnis im Stadttheater… nicht zuletzt dank Peter Marschik am Pult. Der Wechsel zwischen expressiven, verblüffend modernen Klangfiguren, unerwarteten Wendungen und einfachen Volks- und Kinderliedern zeichnet nicht nur ein scharfes Bild des zaristischen Russlands, sondern erzählt auch die alte „Boris“-Geschichte (Wende 16./17. Jhdt.) neu. Dies tat auch Regisseur Andreas Baesler, indem er sich an der revolutionären Fantasie des Komponisten anlehnte, ja noch darüber hinausging… Renatus Mészár steigerte sich mit ruhigem Bass vom blassen zum berührend hilflosen Mörder-Zaren „Boris“, begeisterte In Sung Sim als „Pimen“ und gefielen die Zarenkinder mit Amme (Larissa Schmidt, Karina Akopyan, Lorena Espina) sowie als aalglatte Berlusconi/Putin-Figur „Schujskij“ Douglas Nasrawi. Viel Beifall… |
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| Bernhard Bayer, Der Standard |
…Die nach Wucht und Dynamik gierende Partitur wird vom Kärntner Symphonieorchester unter Peter Marschik souverän umgesetzt… Renatus Mészár liefert einen großartigen Boris, sowohl stimmlich als auch schauspielerisch setzt er die Highlights des Abends. Seine im wahrsten Sinne langatmigen Arien bewältigt er mit bewunderns-werter Konzentration und Sicherheit. Ihm am nächsten kommt In Sung Sim, der einen äußerst glaubwürdigen und stimmgewaltigen Chronikschreiber Pimen mimt…
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| Helmut Christian, Kleine Zeitung |
…starke, symbolhafte Momente und Bilder, die Andreas Baesler gemeinsam mit seinem Bühnenbildner, Andreas Wilkens, zeigt... mit Renatus Mészár [hat] Baesler einen sehr präsenten, stimmlich kraftvollen Boris, der ein differenziertes Rollenprofil des zerrissenen Zaren abgibt… In Sung Sim ist ein wunderbar warm timbrierter, sehr junger Pimen… Makellos singen Roman Ialcic (Waarlam), die eingesprungene Karina Akopyan (Xenia) und der sehr berührende Erik Årman (Gottesnarr und Missail).
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