| Regie |
Kurt Josef Schildknecht |
| Bühne |
Rudolf Rischer |
| Kostüme |
Gera Graf |
| Dramaturgie |
Sylvia Brandl |
| Sophie Aujesky, Hanne Rohrer, Angelika Sedlmeier, Joana Tscheinig I Wolfgang Kraßnitzer, Jens Schnarre, Ksch. Franz Wyzner |
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| Der Theatermacher stellt eine witzige Selbstparodie der Kunstprogrammatik Bernhards dar und ist zugleich das welthaltigste komische Gleichnis über die Kunst in einer kunstfeindlichen Welt. |
| Hans Höller |
Einmal mehr wählte Bernhard für den Theatermacher das Genre des Künstlerdramas, wie bereits mit Der Ignorant und der Wahnsinnige (1972), Die Macht der Gewohnheit (1974) und Minetti (1976), um die Auflehnung des radikalen Künstlers gegen die lebensfeindliche Natur und geistfeindliche Gesellschaft, gleichzeitig aber auch das notwendige Scheitern dieser Auflehnung zu thematisieren.
Die Vorgeschichte ist ein Theaterskandal: Thomas Bernhard bestand für die Salzburger Uraufführung seines Stückes Der Ignorant und der Wahnsinnige auf Abschaltung der Notbeleuchtung und absolute Finsternis, eine Forderung, die feuerpolizeilich nicht durchzusetzen war. Bernhard quittierte die Vorschriften mit Verweigerung: „Eine Gesellschaft, die zwei Minuten Finsternis nicht verträgt, kommt ohne mein Schauspiel aus!“ Das Stück wurde auf Verlangen von Bernhard und Regisseur Peymann nach der Uraufführung sofort abgesetzt.
Im Theatermacher greift Thomas Bernhard die feuerpolizeiliche Schikane wieder auf. Schauplatz ist der desolate Theatersaal des Gasthofs Schwarzer Hirsch in Utzbach, das exakt 280 Einwohner zählt. Dort will der ehemalige Staatsschauspieler Bruscon seine Weltkomödie Das Rad der Geschichte aufführen, deren Höhepunkt und Voraussetzung die absolute Dunkelheit sein soll. Doch Bruscon und seine Truppe sind nicht weniger erbärmlich als der Wirtshaussaal: seine lungenkranke, ständig hustende Frau, der unbegabte Sohn Feruccio und die nicht den Ansprüchen des Vaters entsprechende Tochter Sarah. Die Familienmitglieder sind nicht nur als Mitwirkende, sondern gemeinsam mit den wortkargen Wirtsleuten, auch als Publikum dem „Theatermacher“ rettungslos ausgeliefert – ihm und seinen Tiraden über die Vergeblichkeit der Kunst, der Verkommenheit des Staates, die Unzulänglichkeit des Publikums und das mangelnde Kunstverständnis der Feuerpolizei. |
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| Der Theatermacher ist kein Jahrhundertwerk, und dennoch: ein Meisterwerk. Denn Thomas Bernhards poetisches Schaffen hat mittlerweile Höhenregionen erreicht, in denen sich Genie und schamlose Routine, heller Scharfsinn und reiner Blödsinn kaum noch unterscheiden lassen. |
| Die Zeit (zur Uraufführung am 17. 8. 1985, Salzburger Festspiele) |
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