Heute, Dienstag, 7. September 2010   spielfrei 

 So., 12. Sep. 14.00 Uhr: Theaterfest
STADT THEATER KLAGENFURT  - Klick = Home
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 Symphonie Nr. 2 c-Moll für Sopran, Alt, gemischten Chor und Orchester   von Gustav Mahler 
  AUFERSTEHUNGSSYMPHONIE
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Musikalische Leitung  Peter Marschik
Choreinstudierung  Günter Wallner

Bernarda Fink, Sylvia Rieser
 
Chor und Extrachor
des Stadttheaters Klagenfurt
 
Kärntner Sinfonieorchester

Mit der Aufführung der monumentalen Auferstehungssymphonie gedenkt das Stadttheater Klagenfurt des 100. Todes- tages Mahlers, der viele seiner Werke während seiner Sommerurlaube in Kärnten komponierte.
 
Ohne Vergebung keine Erlösung – dieser Gedanke prägt Gustav Mahlers zweite Symphonie, auch Auferstehungssymphonie genannt. Der Beiname leitet sich vom letzten Satz ab, in dem Mahler Verse aus Klopstocks Der Messias vertonte, die er 1894 bei der Beerdigung des befreundeten Dirigenten Hans von Bülow gehört hatte. In Gesprächen und Briefen an verschiedene Adressaten hat Mahler die program- matische Konzeption des Werkes mehrfach mitgeteilt. Die folgende Version wurde 1901 für eine Aufführung in Dresden verfasst:
 
1. Satz Todtenfeier
Wir stehen am Sarge eines geliebten Menschen. Sein Leben, Kämpfen, Leiden und Wollen zieht noch einmal, zum letzten Mal an unserem geistigen Auge vorüber. Und nun in diesem ernsten und im Tiefsten erschütternden Augenblicke, wo wir alles Verwirrende und Herabziehende des Alltags wie eine Decke abstreifen, greift eine furchtbar ernste Stimme an unser Herz, die wir im betäubenden Treiben des Tages stets überhören: Was nun? Was ist dieses Leben – und dieser Tod? Gibt es für uns eine Fortdauer? Ist dies alles nur ein wüster Traum, oder hat dieses Leben und dieser Tod einen Sinn? Und diese Frage müssen wir beantworten, wenn wir weiter leben sollen.
 
2. Satz Andante
Ein seliger Augenblick aus dem Leben dieses teuren Toten und eine wehmütige Erinnerung an seine Jugend und verlorene Unschuld.
 
3. Satz Scherzo
Der Geist des Unglaubens, der Verneinung hat sich seiner bemächtigt, er blickt in das Gewühl der Erscheinungen und verliert mit dem reinen Kindersinn den festen Halt, den allein die Liebe gibt; er verzweifelt an sich und Gott. Die Welt und das Leben wird ihm zum wirren Spuk; der Ekel vor allem Sein und Werden packt ihn mit eiserner Faust und jagt ihn bis zum Aufschrei der Verzweiflung.

4. Satz Urlicht (Altsolo)
Die rührende Stimme des naiven Glaubens tönt an unser Ohr...

5. Satz
Wir stehen wieder vor allen furchtbaren Fragen, – und der Stimmung am Ende des ersten Satzes. Es ertönt die Stimme des Rufers: Das Ende alles Lebendigen ist gekommen – das jüngste Gericht kündigt sich an, und der ganze Schrecken des Tages aller Tage ist hereingebrochen.
Gustav Mahler
Wie alle große Musik kommt auch diese aus dem Singen und Tanzen des Volks, aber nichts wird dadurch einfach, nein, alles wird erst wirklich, und wirklich schwer. Es ist viel Trauer um Verlorenes darin, aber auch Botschaften für die Zukunft der Menschen sollen vernommen werden: eine davon heißt Hoffnung, eine andere, an das Wesen der Musik selbst gerichtet, heißt Liebe.
 
Hans Werner Henze

 
 Premiere
  7. April 2011, 19.30 Uhr
  Derniere
  19. Mai 2011
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