| Musikalische Leitung |
Peter Marschik |
| Regie |
Josef E. Köpplinger |
| Choreographie |
Karl Alfred Schreiner |
| Bühne |
Johannes Leiacker |
| Kostüme |
Marie Luise Walek |
| Choreinstudierung |
Günter Wallner |
| Dramaturgie |
Heiko Cullmann |
| Christiane Kohl, Linda Plech, Barbara Pöltl, Krisztina Szabó, Cornelia Zach I Martin Blasius, Stefan Cerny, Juan Carlos Falcón, Andreas Früh, Mathias Hausmann, Pavel Kudinov u. a. |
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| Chor
des Stadttheaters Klagenfurt |
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| Kärntner Sinfonieorchester |
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| in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln |
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IN KOOPERATION MIT DER
OPER GRAZ |
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„Heute den 28ten gehet deines Bruders opera, Le Nozze di Figaro, das erste mahl in Scena. Es wird viel seyn, wenn er reußiert, denn ich weis, daß er erstaunlich starke Cabalen wider sich hat. Salieri mit seinem ganzen Anhang wird wieder Himmel und Erden in Bewegung zu bringen sich alle Mühe geben...“, so Leopold Mozart in einem Brief vom April 1786 an seine Tochter Nannerl.
Die Komödie ist denkbar einfach kompliziert – wie im „richtigen Leben“: Der Graf Almaviva liebt Susanna, das Kammermädchen der Gräfin Rosina Almaviva, die den Grafen noch immer liebt und seine vielfältigen Affären nicht länger erträgt. Susanna aber liebt des Grafen Kammerdiener Figaro, der wiederum von der älteren Marcellina geliebt wird. Als Susanna und Figaro heiraten wollen, gibt es allerhand „Cabalen“ wider die Heirat. Eine Intrige wird mit einer anderen pariert, und dass der junge Page Cherubino ebenfalls seine erotischen Abenteuer sucht, macht eine glückliche Lösung der Geschichte nicht gerade einfacher.
Als Mozart die heute weltberühmte Intrige des Kammerdieners Figaro auf die Bühne des Wiener Hoftheaters brachte, beschworen kaisertreue Kritiker einen Skandal: Wie konnte man nur das berüchtigte Stück des Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais vertonen? Wie konnte Joseph II. nur seine Zustimmung zur Auf- führung geben, wo die politische Entwicklung in Frankreich doch gerade demonstrierte, wohin diese Art von künstlerischer Propaganda führte? Tatsächlich war es dem findigen Textdichter, dem nicht allzu frommen Abbé Lorenzo Da Ponte, gelungen, die offenen, auf vorrevolutionäre Verhältnisse gemünzten Anspielungen auf einen korrupten und infantilen Adel konsequent aus der Vorlage herauszustreichen, ohne die aggressive Ironie ganz zu eliminieren, und damit das erste sozialkritisch-aufklärerische Werk der Operngeschichte zu schaffen, das den – bis dahin – üblichen Rahmen einer Opera buffa sprengte.
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Das ist unanständig! Das ist abscheu- lich! Das wird niemals gespielt werden! Die Aufführung des Stückes wäre ein gefährlicher Leichtsinn, wenn man nicht zuvor die Bastille niederreißen wollte! Dieser Mann macht sich lustig über alles, was man bei einer Regierung zu respektieren hat.
Ludwig XVI. über Beaumarchais Komödie Le mariage du Figaro (1782) |
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