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JUGENDTHEATERCLUB |
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| » 3. Tagebucheintrag - Februar/März 2011 - Julija Kristof |
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| » 2. Tagebucheintrag - November/Dezember 2010 / Januar 2011 - Eva-Sabrina Gotthardt |
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| » 1. Tagebucheintrag - September/Oktober 2010 - Lisa Ulbing |
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JTC-Tagebuch, Februar/März 2011 - Julija Kristof |
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Von tschechischen Stretchjeans bis hin zu pappenden Kaplänen
„Ihr alle seid der Beat. Wenn einer von euch fehlt, können wir nicht spielen.“ Mit diesen Worten eröffnete Nicole unsere zweite „Saison“. Wir, voller Tatendrang und Schauspiellust aus den Energieferien zurück, verstanden anfangs nicht so recht, was unsere Regisseurin damit meinte, doch als an Stelle der Vertrauensspiele, Kennenlernübungen und kurzen Improszenen Konzentrationsübungen, Charakterfindung, Rolleninterviews und sprechtechnische Übungen traten, realisierten wir, dass die Stückentwicklung bevorstand! |
| Um uns an die neuen Herangehensweisen zu gewöhnen, überraschte uns Nicole mit einem noch nie aufgeführten Jugendstück, welches wir zuerst in Paaren, dann in größeren Gruppen und schließlich alle gemeinsam bearbeiteten. Es wurde gelesen, diskutiert, interpretiert, dramaturgisch (üb)erarbeitet. Wir sollten anhand dieses Übungsstückes verstehen, wie viel Arbeit die Gruppe bei unserem Stück erwarten würde. Hierbei wurde uns bewusst, dass „Theater spielen“ mehr bedeutet, als einen auswendig gelernten Text möglichst dramatisch und fehlerfrei zu präsentieren. Wir lernten zwischen Emotionen, Gestik und Mimik zu unterscheiden und versuchten uns anschließend als Synchronsprecher, Souffleure und, natürlich, Schauspieler. |
| Für uns war es ein Heidenspaß zu sehen, wie ein Stück wirklich be- und erarbeitet wird. Doch Nicole hatte mit dieser Aufgabe noch etwas anderes im Sinn. Wenige Treffen später überraschte sie uns nämlich - bis über beide Ohren strahlend - mit den ersten Szenen „unseres“ Stückes, noch druckfrisch und mit lieben Grüßen aus San Francisco von unserem Autor Jan Demuth. |
| Kaum hielten wir die ersten Seiten des Stückes in Händen, verwandelten wir uns in Spielwütige, lasen uns freudig die ersten Auftritte durch, brachen dabei in „Oh“, „Ah“, „Wie wunderbar“ Rufe aus und standen uns vor aufgeregtem „Nicht – wissen – was – zuerst – tun“ gegenseitig im Weg. Die Neugierde möchte ich euch nicht nehmen, aber so viel sei verraten: Es handelt sich um teils melancholische Szenen, die nachdenklich stimmen, andere wiederum regen zum Schmunzeln an, einige erinnern an alltägliche Situationen aus dem Alltag von uns Jugendlichen. |
| Um diese „Achterbahn der Gefühle“ möglichst authentisch und dennoch nicht aufgesetzt darzustellen, zerbrechen wir uns seither in gemeinsamen Pausen in der Theaterkantine die Köpfe darüber. Daraus haben sich bereits Bühnenbild, Rollenentwicklung sowie Masken- und Kostümideen entwickelt. Anregungen dazu bekamen wir bei gemeinsamen Premierenbesuchen von Geistreiche Komödie und Miss Saigon. |
| Wie ihr seht, laufen die Vorbereitungen im JTC auf Hochtouren. Die ganze Truppe samt aller anderwärtig Beteiligten ist gespannt, wie es weitergeht – und IHR sicherlich auch!? Aber ihr braucht nicht beunruhigt sein etwas zu verpassen, denn in ein paar Wochen gibt es einen neuen Lagebericht... |
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JTC-Tagebuch, November/Dezember 2010 / Januar 2011 - Eva-Sabrina Gotthardt |
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Der Stückeclub ist seit drei Monaten am Entwickeln des heurigen Stückes
Im November, als wir noch in unserer Kennenlern-Phase waren, übten wir, uns in den anderen hineinzuversetzen, ahmten unser Gegenüber nach und lernten uns so über andere kennen. Wir bemerkten durch diese Übung auch, dass wir ein sehr musikalisches Ensemble sind. Nicole legte deshalb sogar eine Musikstunde ein, in der wir mittels eigener Gitarristen und Beatboxer tolle improvisierte Lieder komponierten - vielleicht werden diese Lieder sogar in unser neues Stück eingebaut… |
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Im Dezember näherten wir uns dann schon immer mehr unserem neuen Stück. Wir sammelten Situationen, in denen Freundschaft eine große Rolle spielt und fanden schließlich zu einem Thema, das nun zur Hauptproblematik unseres Stückes werden soll – mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten… Natürlich war Nicoles Kamera immer mit dabei, um Material für unseren Autor Jan Demuth in San Francisco zu sammeln. |
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Nach einer Weihnachtspause kamen wir im neuen Jahr voller Motivation zu den Treffen. Mit Hilfe der Dramaturgin Sylvia Brandl bauten wir das Grundgerüst unseres Stückes. Jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Erste Pläne zum Bühnenbild werden geschmiedet, unsere Figuren sind mitten im Entstehen und wir sind alle ganz gespannt auf die ersten Szenen und Texte. |
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Nach der Premiere von Kougourgi im September besuchten wir auch gemeinsam die Premieren von Der Bettelstudent und Silvester und die 2. Hauptprobe des Kinderstücks Pinocchio, welches unsere Nicole inszenierte. Einige von uns JTClern, die Lust und Zeit haben, dürfen sogar in Pinocchio als Statisten mitwirken.
Eva-Sabrina Gotthardt |
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JTC-Tagebuch, September/Oktober 2010 - Lisa Ulbing |
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Ein schöner Abschluss und ein aufregender Anfang
Es geht wieder los … Gemeint ist natürlich der Jugendtheaterclub (JTC) des Stadttheaters Klagenfurt. Wie im vergangen Jahr gibt es auch heuer wieder zwei Theaterclubs für junge Schauspielinteressierte. Wie gewohnt werden beide Gruppen von Nicole Claudia Weber geleitet.


Die Schnupperworkshops fanden schon gegen Ende September statt. Wir alle waren beeindruckt, wie viele Jugendliche sich dafür begeistern konnten und wirklich mit Leib und Seele bei der Sache waren. Ebenso beeindruckend war aber auch, mit wie viel Engagement die Mitglieder der ehemaligen JTCs beim großen Theaterfest im September, das anlässlich des 100jährigen Jubiläums veranstaltet wurde, mitwirkten…
Während ein paar von uns fleißig halfen, neugierige Besucher durchs Haus von einer Veranstaltung zur nächsten zu lotsen (das Programm reichte von Tanz-Crash-Kursen über Gesangübungen bis hin zu Lesungen für die Kleinsten), postierten sich zwei Schauspielerinnen des JTCs in der Geisterbahn im Keller, um den Leuten, die sich hinunter wagten, Angst und Schrecken einzujagen. Außerdem wurden kleine Einblicke in die Welt des Improvisation-Theaters gewährt, an dem selbstverständlich auch ein paar JTCler teilnahmen.

Der krönende Abschluss für uns aber war ein Auftritt bei der Galavorstellung am Abend. Zwei Tage zuvor hatten wir gemeinsam mit der tollen Nicole unsere „Choreographie“ entwickelt – und dass, ohne viel Zeit zum Proben! Trotzdem war es ein voller Erfolg und die Leute jubelten uns begeistert zu. Dieses Gefühl, vor 800 Leuten zu stehen und von allen Applaus zu bekommen, werden wir nicht so schnell vergessen! Es war auch unbeschreiblich schön, am Ende der Vorstellung mit vielen „Schauspiel-Legenden“ wie Maximilian Schell auf einer Bühne zu stehen.
Wir vom Stücke-Club sind jetzt schon fleißig darum bemüht, so viele Ideen wie möglich zu sammeln, aus denen „unser“ Autor Jan Demuth dann viele tolle Szenen für uns basteln wird. Dieses Jahr soll es sich besonders um das Thema „Freundschaft“ drehen. Darum war es auch von Vorteil, dass wir in den ersten paar Stunden die Möglichkeit bekamen, uns etwas besser kennen zu lernen. Durch verschiedene Übungen konnten wir auch schon ein bisschen mehr Vertrauen zueinander aufbauen.
Jetzt sind wir jedenfalls alle sehr gespannt auf ein neues JTC-Jahr und freuen uns darüber, wieder ein kleiner Teil des Stadttheaters Klagenfurt zu sein!
Lisa Ulbing
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