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| » 8. Tagebucheintrag - Juni 2010 - Nicole Claudia Weber |
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| » 7. Tagebucheintrag - Mai 2010 - Tobias Tripolt [JTC1] |
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| » 2. Tagebucheintrag - November 2009 - Lisa Ulbing [JTC2] |
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| » 1. Tagebucheintrag - Oktober 2009 - Greta Christl |
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JTC-Tagebuch, Juni 2010 - Nicole Claudia Weber |
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„Ich hätte nie gedacht, dass...“
Wieder liegt ein ereignisreiches Jahr hinter uns, und es ist an der Zeit, Danke zu sagen.

Jetzt weiß ich gar nicht, wie ich beginnen soll, gab es doch in diesem Jahr zwei Jugendtheaterclubs und zwei verschiedene Projekte. Danke erstmal an ALLE für euren ungeheuren Einsatz, euer Vertrauen und eure Begeisterung!
Da waren wir also:
29 Jugendliche, die Theater machen wollen und eine von so viel Spiel-Begeisterung völlig überwältigte Nicole. Also 2 Clubs dieses Jahr: Antonia, Anna, Agnes, Christina, Elisa, Eva, Larissa R., Lisa, Laura, Martina, Philipp, Sophie, Sije im „Club 14, dem Impro-Club“ sowie Carina, David, Fabian, Fedora, Greta, Holly, Jana, Katharina, Larissa M., Marie-Luise, Michael, Paul, Tobias und Valentina im „Club 16, dem Stück-Club“!

Ihr Lieben, es war ein sehr bewegtes Jahr... es ist so unfassbar was für große Schritte jeder Einzelne von euch gemacht hat. Danke für alles, was ich mit und durch euch erfahren durfte!
Danke für euren Mut, euch auf das Abenteuer Theater einzulassen. Es war so schön, wie die „Alten“ die „Neuen“ aufgenommen haben… dass ihr so schnell zu einer Gruppe wurdet... den liebevollen Boden, den ihr füreinander bereitet habt, so dass auch dieses Jahr wieder ein paar kleine Wunder passieren konnten, und ihr euch des Öfteren selbst überrascht habt. Mein Lieblingssatz in diesem Jahr war: „Ich hätte nie gedacht, dass ich das kann!“

Danke für euer großes Füreinander, vor allem in den wirklich stressigen Endproben-Phasen. Theater ist Teamarbeit und das habt ihr dieses Jahr mehr denn je zu spüren bekommen und wunderbar umgesetzt.
Einen fetten Dank möchte ich auch an unsere diesjährigen Workshop-Dozenten richten.
Danke an: Doris Dexl (Stimme, Sprechen), Previn Moore (Gesang), Niko (Musiker)!!!
Danke auch an David, den wunderbarsten Assistenten! Danke an Thomas und Bettina für die wunderbare Ausstattung und ihr Engagement weit darüber hinaus! Und natürlich, danke an Jan für das Stück Was geht!

Allen Mitarbeitern des Hauses für die tolle Zusammenarbeit!!! Besonderen Dank an Helmut, Peter, Kai, Auge, Sabine, Hansi, Ruthi, Andrea, Iris, Irene, Sylvia, Patrick, usw....
Und wieder mal Danke an Josef E. Köpplinger, der beide JTCs möglich gemacht hat!!!
Und jetzt freue ich mich auf alle neugierigen Jugendlichen, die in der Jubiläumsspielzeit 2010/2011 dazu kommen werden, und auf den Satz: „Ich hätte nie gedacht, dass ich das kann...“
Nicole Claudia
Weber
Wir treffen uns am 18. und 25. September 2010 zu den Schnupperworkshops um jeweils 15 Uhr auf der Probebühne im Stadttheater. Aber vergesst bitte nicht, euch vorher anzumelden: jtc@stadttheater-klagenfurt.at
Eure
Nicole Claudia Weber |
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JTC-Tagebuch, Mai 2010 - Tobias Tripolt [JTC1] |
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Was alles geht im Mai 2010
Tobias Tripolt
Da dies wohl einer der letzten Blogs des Jugendtheaterclubs 2009/2010 wird, bedanke ich mich vorweg im Namen des JTC bei unserer Leiterin Nicole Claudia Weber, dem Intendant Josef E. Köpplinger, dem Autor Jan Demuth, unseren Ausstattern Thomas Stingl und Bettina Breitenecker und dem ganzen restlichen Team des Stadttheaters Klagenfurt für die Motivation und die Energie, schauspielinteressierten Jugendlichen die Möglichkeit zu geben unter professioneller Betreuung ein Stück zu erarbeiten.
Schneller als von den meisten gedacht, ist es Mai geworden, und damit hat auch die Endprobenzeit begonnen. Nun gab es keine Impros mehr, sondern es hieß Text lernen, Szenen und Anschlüsse proben und, erraten, Text lernen!!!!!
Eine tolle Veränderung war, dass wir für die Proben in den Napoleonstadl, unseren Aufführungsort, übersiedelten, um uns direkt auf der Bühne zu versuchen. Es war so ein tolles Gefühl, zu merken, wie die anderen und man selbst von Tag zu Tag selbstsicherer wurden. Das schöne Bühnenbild gab uns dann noch den letzten Kick, uns kräftig anzustrengen und das Team um uns herum richtig stolz zu machen.
Am Anfang des Monats traf man bei den Proben nur die KollegInnen, die in denselben Szenen vorkommen. Doch ab Mitte Mai versuchten wir uns an den ersten Durchläufen. Das heißt, das Stück wurde möglichst ohne Unterbrechung durchgespielt. Schon nach dem ersten Versuch erkannte ich, dass es nicht nur wichtig ist, was man auf der Bühne macht, sondern es ist genauso wichtig, was man im Hintergrund macht. Man muss versuchen niemanden im Weg zu stehen, und was noch wichtiger ist:
Es sollte jeder mit seinem Energielevel oben bleiben und die Ruhe bewahren, sodass man sich gegenseitig Sicherheit gibt.
Dies war für jeden von uns eine sehr intensive Zeit, da wir entweder in die Schule gehen, arbeiten, studieren oder im Maturastress sind. Ehrlich gesagt war ich selber überrascht, wie gut die Proben trotz allem funktioniert haben.
So, liebe Leute: Wie ihr seht, ist im Mai 2010 schon sehr viel passiert beim JTC. Doch das Highlight steht noch aus. Die Aufführungen am 27., 28. und 29. Mai im Napoleonstadl.
Mein Tipp: aufstehen, Karte kaufen und einen heiteren Abend mit dem Jugendtheaterclub des Stadttheaters erleben...
Dieter Obermaierbacher äääääääh Tobias Tripolt
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JTC-Tagebuch, April 2010 - Jan Demuth [JTC1] |
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Jan Demuth
San Francisco
Dem Sommernachtstraum folgen… als die Idee kam, klang alles so einfach und selbstverständlich. Wie immer gaben die JTC-Mitglieder selbst den Anstoß: Als ich sie im letzten Jahr in Klagenfurt besuchte und ihnen beim Improvisieren zusah, beeindruckten mich sofort ihr Mut, ihre Spielfreude und das Ausmaß an Talent, das sich dieses Jahr wieder unter der Leitung von Nicole Claudia Weber zusammengefunden hat. Es ist mein vierter Jugendtheaterclub mit Nicole, und immer noch bin ich überrascht, was junge Menschen unter ihrer Leitung entwickeln können.
Dieses Jahr waren die Figuren und Szenen leichter, heiterer als beim letzten Mal, und während wir uns im vergangenen Jugendtheaterclub mit so ernsten Themen wie Sucht und Entzug beschäftigten, zeichnete sich diesmal deutlich eine Komödiensituation ab. Den Sommernachtstraum kenne ich als Dramaturg in- und auswendig. Und hatten wir in unserer Gruppe nicht eine verblüffend gute Besetzung für Helena, Hermia, Titania, Oberon, Lysander, Demetrius, Zettel und Co? Und Hand aufs Herz, als Autor gefiel mir die Idee, an einer tausendfach bewährten Vorlage quasi entlangschreiben zu können.
Doch die Vorlage wäre eben nicht Ein Sommernachtstraum, wenn alles so einfach und glatt ginge, wie geplant. Kaum fing ich an zu schreiben, begannen die Feen und Kobolde Shakespeares heftig zu intervenieren: So, du glaubst also nicht mehr an Elfen im Märchenwald? Wo trifft denn heute die Welt der Alltagsrealität auf das Reich der Illusionen? Wer sind heute die glamourösen Geisterfürsten, die ihr Spiel mit euch treiben, ohne dass ihr recht wisst, wie euch geschieht? Brauchen die modernen Menschen wirklich magische Blumen, die ihnen die Sinne verwirren, oder können sie das auch ganz gut allein? Muss es immer einen intriganten Drahtzieher geben, oder entstehen die Verwicklungen der Komödie nicht gerade dann, wenn zu viele Menschen auf einmal glauben, sie hätten alles unter Kontrolle? Muss im 21. Jahrhundert immer noch der Mann die weibliche Unschuld verführen oder geht das auch umgekehrt? Muss Oberon am Ende immer seinen Willen bekommen und Titania beschämt nachgeben? – Wer zu lange in einen Abgrund blickt, in den blickt am Ende auch der Abgrund selbst hinein, wie wir von Nietzsche wissen.
Ein Sommernachtstraum ist eine der abgründigsten Komödien der Theatergeschichte. Als Dramaturg weiß ich das theoretisch, als Autor bekam ich es leibhaftig zu spüren. Das harmlose „Entlangschreiben“ entwickelte sich schnell zu einem Irrlauf durch den Shakespeareschen Zauberwald, und heraus kam ich an einer Stelle, die auf keiner Karte verzeichnet war, alle meine Gewissheiten gingen unterwegs verloren, aber dafür waren mir ein paar unerwartete Einsichten zugewachsen. Ich dachte, ich kenne das Stück so gut. Stattdessen kenne ich mich jetzt selbst ein bisschen besser. Recht geschieht mir.
Jan Demuth (San Francisco) |
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JTC-Tagebuch, März/April 2010 - Katharina Armbruster [JTC1] |
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Hier sind wir wieder; knapp ein Monat vor unserer Premiere von Was geht melden wir uns zurück.
Mit den ersten Sonnestrahlen im März kamen auch die ersten Proben der Szenen und am 18.März besuchten wir die Premiere von Casanova im Stadttheater. Die Osterferien bescherten uns danach theaterfreie Tage. Dafür ging es aber wieder um so heftiger los.
Es sind wieder neue Szenen aus San Francisco, von unseren Autor Jan Demuth, gekommen. Zuerst lesen wie die Szenen und danach probieren wir diese auf der Bühne darzustellen. Was manchmal mehr, manchmal weniger gut funktioniert.
Am 15. und 17. April bekamen wir Unterstützung aus Wien! Doris Dexl, die Sprachlehrerin am Konservatorium Wien ist, machte mit uns einen Workshop. Sie ist auf jeden Einzelnen eingegangen und hat uns gute Tipps fürs sprechen gegeben, oder haben Sie gewußt das es lunare und solare Atemtypen gibt?! Mit ihrer Energie und ihrem Ideenreichtum hat sie versucht, 4 Jahre Sprechausbildung in 5 Stunden zu quetschen, was ihr wirklich gut gelang.
Direkt nach unserer letzten Stunde mit Doris gingen wir alle gemeinsam zur Premiere von Dark Side of the Moon. Jenem Jugendstück, bei dem unser „Coach“ und Fels in der Brandung, Nicole Claudia Weber, Regie führt. Und so viel sei gesagt, es ist ein wunderbares Stück mit unglaublichen Tiefgang, deshalb sollte man sich vielleicht danach noch Zeit zum Verarbeiten einplanen.
Und nicht vergessen, ab 27. Mai werden wir Sie hoffentlich auch mit unserer Aufführung von Was geht im Napoleonstadl begeistern. Man sieht sich also, bzw. Sie sehen hoffentlich uns...
Katharina Armbruster |
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JTC-Tagebuch, Februar 2010 - Fabian Türk [JTC1] |
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Aus dem JTC-Tagebuch…
Es ist schon Mitte Februar, und im Jugendtheaterclub hat sich einiges getan! Jede/jeder hat seine/ihre Figur bereits entwickelt und ein Paar Ideen fürs Stück haben wir auch schon. Im Stadttheater haben wir uns Ganze Kerle (Premiere!!!) und Singin‘ in the Rain (ebenfalls Premiere!!!) angesehen.
Anfang des Jahres waren wir im JTC-Club noch sehr mit Basisarbeit und Gruppendynamik-Aspekten beschäftigt. Beim Improvisieren sind wir ein großes Stück weiter gekommen, und alle anderen Aufwärmspiele funktionieren inzwischen auch exzellent. Die größte Hürde war wohl, „Beziehungen“ zu spielen, aber diese haben wir inzwischen auch überwunden.
Schließlich haben wir begonnen, mit Text zu arbeiten. Unsere JTC-Leiterin Nicole hat uns einige Szenen aus anderen Stücken von Jan (unserem Autor in San Francisco) mitgebracht, wir haben sie zuallererst gelesen und natürlich anschließend ausprobiert. In kleinen Gruppen haben wir die Dialoge dann darstellerisch fein ausgearbeitet. Hier und da hat uns Nicole Tipps gegeben und geholfen. Die meisten Szenen haben wir dann vor der ganzen Gruppe gespielt.
Plötzlich, ganz unerwartet, hat uns Jan das Szenario des ersten Akts geschickt. Er hat viele unserer improvisierten Szenen (mit unseren entwickelten Figuren) eingebaut. Im Stück wird’s um die Medienwelt und den Wahnsinn drumherum gehen. Eine TV-Sendung ist das Thema. Viel mehr will ich aber nicht verraten. Auf jeden Fall sind einige Ideen von uns eingeflossen. Sofort haben wir angefangen, auf Grundlage des Szenarios zu improvisieren. Wir haben Szenen ausprobiert, Figuren aufeinander treffen lassen, und wir haben das erste Gefühl für das Stück bekommen.
Vor kurzem ist auch schon der zweite Akt als Inhaltsangabe gekommen. Es fehlt noch der letzte. Angeblich ist der Text auch bald da. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf das Stück, und ich hoffe ihr auch!
Fabian Türk, JTC1 |
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JTC-Tagebuch, Dezember 2009 - Valentina Schasché [JTC1] |
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Dezember ist's und der Jugendtheaterclub ist seinem Ziel ein Stückchen näher. Die neuen Gesichter sind nun schon vertraut, und die Gruppe wächst von Treffen zu Treffen enger zusammen. Nach einer kurzen Kennenlernphase im Oktober gab es für uns gleich die erste große Herausforderung: die Charakterenfindung. Und als Herausforderung stellte sich das wahrlich heraus. Da gab es Höhen und Tiefen, Selbstzweifel und Unsicherheiten, aber auch sehr viel Experimentierfreudigkeit und Mut zum Ungewöhnlichen. Das Ergebnis bietet nun eine große Bandbreite an bunten Charakteren, die alle nur darauf warten in einer Geschichte ihren Platz zu finden.
Umso spannender war es für uns, als wir Anfang November die Gelegenheit hatten, unsere Ideen dem Mann vorzustellen, der aus alle dem unser Stück zaubern wird: unser Autor Jan Demuth. Jan besuchte zwei Abende lang unsere Treffen, um sich von und durch uns inspirieren zu lassen. In fiktiven Vorstellungsgesprächen bekamen die Charaktere das erste Mal Raum und Platz sich zu entfalten, in improvisierten Szenen durften sie das erste Mal miteinander agieren. Das Resultat war bewegend, berührend, erheiternd, verrückt, und auf jeden Fall immer sehr unterhaltsam. Im Anschluss tauschten wir mit Jan Gedanken und Vorstellungen über den Ort des Stückes und die vereinenden Kräfte zwischen den Figuren aus. Viele interessante Möglichkeiten taten sich da auf, und es wurde so lange diskutiert, bis auch der letzte kreative Kopf rauchte.
Nach dieser ersten großen Hürde, die wir nun gemeinsam bewältigt hatten, waren wir alle mehr als froh, endlich wieder Übungen mit dem Fokus auf die Gruppe zu machen. Nicole arbeitete gezielt mit uns an der Gruppenzusammengehörigkeit und dem Gefühl, ein Ensemble zu sein. Viele Übungen handelten von Vertrauen und sich fallen lassen, und es war schön zu sehen, wie schnell wir dadurch näher zusammen fanden.

Der JTC 1 mit "Gast-Trainer" Previn Moore
Und somit kam es uns auch mehr als gelegen, als sich Previn Moore, Opern- und Musicalsänger am Stadttheater Klagenfurt, bereit erklärte mit uns einen Gesangsworkshop zu absolvieren. Binnen zwei Stunden verwandelte uns Previn von einer Jugendtheatergruppe in einen waschechten Chor. Und als wir zu den berührenden Klängen von Elton Johns Circle of Life über die Liebe und das Leben sangen, konnten wir unserer lieben Nicole sogar ein kleines Freudentränchen entlocken. Wir bedanken uns herzlich für dieses tolle Erlebnis mit Previn, der jedem von uns das Gefühl gegeben hat, ein echter Singstar zu sein.
Mit Freude blicken wir auch auf das Treffen mit Jan Demuth zurück, mit dem wir weiterhin in engem Kontakt bleiben werden. Das Stück befindet sich mitten im Entstehungsprozess und wir JTC-ler sind stolz darauf nun auch selbst Szenen schreiben zu dürfen, die wir dann bei unseren Treffen gemeinsam inszenieren. Welche dieser Ideen bleiben werden, wo unser Stück statt finden wird, und was das zentrale Thema sein wird, ist noch unklar. Aber die Spannung steigt mit jedem Tag, und wir können es kaum noch erwarten, unsere ersten Szenen zu erhalten. Bis dahin wird fleißig weiter geübt und improvisiert und das Stadttheater Klagenfurt unsicher gemacht ;)
Winterliche Grüße,
Valentina Schasché, JTC1 |
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JTC-Tagebuch, November 2009 - Lisa Ulbing [JTC2] |
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Liebe Freunde des Theater-Spielens!
Der Jugendtheaterclub des Stadttheaters Klagenfurt ist der perfekte Verein für junge, Schauspiel interessierte Leute, die sehr gerne mal etwas Theaterluft schnuppern wollen. Wir vom Jugendtheaterclub 2 treffen uns einmal pro Woche und haben jedes Mal eine Menge Spaß.
Obwohl wir erst am 3. Oktober unser erstes Treffen hatten, und somit die meisten von uns noch neu in der Theaterwelt sind, ist unser Wissensstand, wie man sich auf der Bühne präsentiert, schon sehr gewachsen. Das verdanken wir natürlich unserer Leiterin Nicole C. Weber, die auch dieses Jahr wieder für die JTCs zuständig ist.

Wir bei der Premiere von Peter Pan am Stadttheater!
Aber auch durch die Spiele, die wir jedes Mal spielen haben wir schon sehr viel gelernt. Neben Konzentrations- und Vertrauensspielen, widmen wir einen Großteil der uns zur Verfügung stehenden Zeit auch dem Improvisationstraining. Dabei haben wir immer den größten Spaß, da oft etwas Seltsames jedoch auch sehr Lustiges dabei heraus kommt. Eines, das wir alle immer sehr gerne spielen, wäre z.B. das, bei dem immer zwei Leute ein Team bilden und gemeinsam aus einem Aussagesatz, der von einem Dritten vorgeschlagen wird, eine Szene aufbauen müssen. Dies funktioniert, indem einer der beiden mit dem vorgegebenem Satz beginnt. Dies macht er mit dem Satz: „…sagte er und…“. Gleich darauf muss der Zweite seinem Partner einen Befehl geben. (z.B.: „…setzte sich hin“). Sobald dieser den ihm befohlenen Auftrag ausführt hat, ist derjenige, der den Befehl erteilte, an der Reihe einen Aussagesatz zu tätigen. So verläuft das Spiel, bis die beiden die Szene gemeinsam beenden, z.B. indem sie die Bühne wieder verlassen.

Viele andere solcher Spiele durften wir auch schon kennenlernen, die uns ebenfalls sehr gut gefielen.
Wir vom JTC-Club 2 hoffen jedenfalls, noch viele weitere unterhaltsame und lehrreiche Stunden mit Nicole und unseren Kolleginnen bzw. unserem Kollegen verbringen zu können.
Wer sehen will, wie unterhaltsam Improvisationstheater sein kann, kommt am 28. Februar 2010 in den Orchesterprobenraum des Stadttheaters. Dort legen wir uns für euch ins Zeug!
Lisa Ulbing |
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JTC-Tagebuch, Oktober 2009 - Greta Christl |
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19.09.2009: Der erste Schnupperworkshop
Um 15.00 Uhr begann der erste Schnupperworkshop des Jahres 2009. Fast 30 Schauspielinteressierte meldeten sich bei der Leiterin des JTC, Nicole Weber, um einmal ins Theater reinzuschnuppern. Um uns ein bisschen kennen zu lernen und aneinander zu gewöhnen, spielten wir ein paar Spiele, z.B.: Wir gingen aufeinander zu und sagten laut und deutlich unsere Namen bzw. gaben Laute mit einer Bewegung weiter. Improvisationen standen auch auf dem Programmpunkt, die uns ermöglichten, in Einzelkontakt mit jedem zu treten.
Nach ca. 3 Stunden war der Workshop zu Ende, und er war ein richtiger Hit. (Ich persönlich konnte gleich danach den nächsten schon gar nicht mehr erwarten) :-)

26.09.2009: Der zweite Schnupperworkshop
Um die gleiche Zeit wie zuvor begann der Zweite. Wie beim letzten Mal war die Probebühne des Stadttheaters randvoll, denn es kamen wieder eine Menge Interessierte. Ein paar kannte man schon, ein paar waren nicht mehr dabei und ein paar waren neu. Nicole war begeistert von der großen Interesse der Jugendlichen in Klagenfurt und Umgebung, doch es gab eine Schwierigkeit: Wir waren zu viele, und es gab ein paar, die unter 16 waren.
Aber natürlich war das für Nicole kein unlösbares Problem: „Sitzen wir gar alle in der Klemme, ist natürlich Nicole wieder mal an der Stelle!“ – Mit diesem Spruch im Hinterkopf fasste sie einen Entschluss und machte einfach 2 Jugendtheaterclubs! Das Problem war gelöst… wir jubelten!
Das Programm beim Workshop war ähnlich wie beim ersten, und wieder ein riesengroßer Spaß.
03.10.2009: Einschreibung
An diesem Tag stand Bürokratisches am Plan. Wir schrieben uns ein und waren nun ab diesem Zeitpunkt offizielles Mitglied des JTC (Juhu!!!). Als wir fertig waren, ging’s gleich an die Arbeit. Zum Aufwärmen spielten wir ein Spiel, das zum Improvisieren diente. (Wir stellten uns im Kreis auf; einer war in der Mitte und machte ein Freezebild und sagte beispielsweise er sei ein Baum; ein Zweiter stellte sich hinzu und machte den Apfel dazu; ein Dritter sah sich als „Äpfelpflücker“. Nun konnte sich der „Baum“ entscheiden, wen er nehmen wollte. Dann begann das Spiel von vorne. Wir lachten lauthals, und es war sehr amüsant zuzuschauen, was verschiedene Personen assoziierten bzw. miteinander verknüpften.
Danach improvisierten wir zu verschiedenen Themenkreisen.

15.10.1009: Erster offizieller Tag
Der JTC 2009/2010 ist eröffnet, die Mitglieder sind nun fix. *Trommelwirbel*
Diesmal waren wir im Ballettsaal. Mit dabei war der Theaterpädagoge des Stadttheaters, Patrick Steinwidder. Nicole gab uns bekannt, dass wir dieses Jahr mit der Personenfindung für die Stückentwicklung schneller sein müssen, da Jan Demuth (schreibt mit uns das Stück) schon am 4. und 5. November zu Besuch kommt, um uns kennen zu lernen. Daher gab sie uns die Aufgabe, gleich damit zu beginnen. Wir sollen uns Gedanken über Name, Charakter, Herkunft, Hobbies und Gefühle der Figur machen, die wir im Stück spielen möchten. Diese Figuren führt unser Autor Jan Demuth dann in dem neu für uns geschriebenen Stück zusammen. Und drei JTC-Mitglieder sollten schon beim nächsten Treffen IHRE erfundene Person vorstellen.
Um unsere Konzentration und Assoziationsfähigkeit zu schärfen, hatten wir danach die Aufgabe, uns gegenüberzustellen. Einer sagte einen Satz, der andere wiederholte ihn und sagte einen Satz, der sinngemäß damit übereinstimmte.
Wieder einmal war der Abend lehrreich und vor allem megalustig.
16.10.2009
Drei von uns (inklusive mir) stellten unsere erstellten Figuren vor. Zuvor holten wir uns noch Inspirationen, indem wir den Tagesablauf der Person durchgingen.
Erstaunlich war, dass wirklich keine Parallelen zu den einzelnen Charakteren vorlagen. Alle waren komplett unterschiedlich. Einfach fabelhaft.
Um unsere Person genauer zu charakterisieren, stellte uns Nicole Fragen zur Familiensituation der jeweiligen Figur. Natürlich reagierten die Figuren sehr unterschiedlich.
Auch wenn dies erst der erste Schritt zur fertigen Figur im Stück war, war es meines Erachtens schon mal ein guter Anfang. Man wird sehen, wie’s weitergeht…
Greta Christl |
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