Das alte Theater in Klagenfurt
Nachdem das zu einem Theater umgebaute Ballhausgebäude fast vierzig Jahre als Theater benützt wurde, machten sich immer deutlichere Bauschäden bemerkbar, sodass man erstmals an die Errichtung eines neuen Theaters denken musste. Zudem war das größtenteils aus Holz gebaute Haus noch ständig der Feuersgefahr ausgesetzt. Zur Verwirklichung dieses Projektes legten die Stände von Kärnten im Frühjahr 1780 dem damaligen Landeshauptmann einen Antrag vor, der den Bau eines neuen Theaters zum Inhalt hatte. Trotz vorläufig ablehnender Haltung des Hofes in Wien führten die Landstände den Umbau - allerdings erst mit einer Verspätung von dreissig Jahren - kurzerhand durch, was allerdings einen geradezu dramatischen Konflikt mit der Wiener Hofkanzlei heraufbeschwor.
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Diesmal konnte aber Kärnten die bürokratische Bevormundung der Zentralregierung erfolgreich abwehren.
Im Frühjahr 1811 konnte der Bau glücklich zu Ende geführt werden. Damit beginnt die Geschichte des alten Klagenfurter Theaters, die genau hundert Jahre dauern sollte.
Die Bevölkerung unterstützte in den Anfangsjahren durch zahlreichen Besuch das Theater, und das Interesse war so groß, dass sogar eine eigene Theaterkritik im Druck erschien. |