Sicheres Stilempfinden und die Fähigkeit, die Komplexität jeder Partitur detailgenau auszuloten, zeichnen Alejo Pérez als Konzert- und Operndirigenten aus. Konsequent hat er sich damit einen festen Platz in der internationalen Opern- und Konzertlandschaft gesichert. In jüngster Zeit überzeugte Pérez wiederholt bei den Salzburger Festspielen – 2015 mit Massenets Werther und 2016  mit Gounods Faust am Pult der Wiener Philharmoniker – und am Téatro Colón mit Parsifal und Der Rosenkavalier, sowie bei seinen Debüts an der Semperoper Dresden mit Carmen und an der  Lyric Opera of Chicago mit Eugen Onegin. In der Saison 2017/18 wird er erstmals das Philharmonische Staatsorchester Hamburg in der Elbphilharmonie dirigieren. Zudem übernimmt er die musikalische Leitung von nicht weniger als vier neuen Opernproduktionen: Cherubinis hochdramatische Medea in einer neuen deutschen Text- und Dialogfassung an der Oper Stuttgart und  Webers Freischütz in Tokio, beide in der Regie von Peter Konwitschny, Claude Debussys Pelléas et Mélisande in Antwerpen und Luxemburg in der Regie von Sidi Larbi Cherkaoui und die mit  Spannung erwartete Uraufführung von Alexander Raskatows GerMania an der Opéra de Lyon basierend auf Texten von Heiner Müller. Zu den zahlreichen internationalen Orchestern, die Alejo Pérez in den letzten Jahren geleitet hat, gehören das Philharmonia Orchestra London, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das SWR Symphonieorchester, das Gürzenich-Orchester  Köln, das Staatsorchester Stuttgart, das Orchestre de la Suisse Romande Genève, das Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und die Deutsche  Kammerphilharmonie Bremen. Außerdem arbeitete er mit dem Ensemble Modern, Ensemble intercontemporain, dem Asko Schönberg Ensemble und dem Klangforum Wien. Der polyglotte  Argentinier kam als Student in seiner Heimatstadt Buenos Aires über das Komponieren zum Dirigieren. Wichtige Stationen waren für Alejo Pérez Assistenzen bei Peter Eötvös, dessen Opern  Angels in America (Théâtre du Châtelet Paris) und Lady Sarashina (Opéra de Lyon, Opéra Comique Paris) er aus der Taufe hob, sowie für Christoph von Dohnányi beim NDR Sinfonieorchester,  welches er zwischen 2005 und 2007 regelmäßig dirigierte. Als musikalischer Leiter des Teatro Argentino de La Plata verhalf Alejo Pérez diesem bedeutenden argentinischen Opernhaus von 2009 bis 2012 zu neuem Glanz. Umjubelt von Publikum und Presse realisierte er dort großes Opern- und Konzertrepertoire wie Mahlers 8. Symphonie, Verdis Nabucco und Don Carlos, Berlioz‘ La  Damnation de Faust, Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk sowie Wagners Tristan und Isolde und Das Rheingold. Am Teatro Real Madrid zählte er während der Ära Gerard Mortier ab  2010 zu dem Kreis künstlerisch prägender Dirigenten und leitete das Orquesta Sinfónica de Madrid in Konzerten mit Plácido Domingo, Teresa Berganza und Ian Bostridge sowie in viel beachteten  Produktionen von Rienzi, Don Giovanni, Tod in Venedig, Golijovs Ainadamar und Rihms Die Eroberung von Mexico. Eine langjährige kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Opéra de Lyon, an der er Titel wie Debussys Pelléas et Mélisande, Schrekers Die Gezeichneten und Strawinskis Le Rossignol dirigierte, sowie mit dem Teatro dell’Opera di Roma (La  Cenerentola, Die Nase und Lulu). Er hat darüber hinaus Produktionen an wichtigen Häusern wie der Pariser Opéra de Bastille, der Norwegian National Opera, den Opern Köln, Frankfurt und  Leipzig, dem Teatr Wielki Warschau und La Monnaie in Brüssel geleitet.