Alvia Reale wurde in Rom geboren. Nach dem Besuch der Accademia Nazionale d’Arte Drammatica “Silvio d’Amico”, trat sie mehrmals am Teatro Stabile di Torino mit Luca Ronconi auf. Von 1989 bis 2013 erarbeitete sie weitere Stücke mit dem Regisseur, u. a. Gli ultimi Giorni dell’Umanità (Die letzten Tage der Menschheit) von Karl Kraus und Il Panico (Die Panik) von Rafael Spregelburd (Theaterproduktion des Piccolo Teatro di Milano). Im 1996 erhielt Sie den „Premio Eleonora Duse“ für Quel pasticciaccio brutto di Via Merulana von Carlo Emilio Gadda (Regie: Luca Ronconi). In den folgenden Jahren spielte sie u. a. die Titelrolle in Doña Rosita la soltera von Federico Garcia Lorca unter der Regie von Cesare Lievi, Cassandra am Teatro Greco di Siracusa in Ayschilos Agamennon unter der Regie von Roberto de Simone, Gertrud in Hamlet von Shakespeare unter der Regie von Antonio Calenda, und Flaminia in Goldonis Komödie Gli Innamorati unter der Regie von Massimo Castri. Sie übernahm auch die Rolle der Marta Babàkina in Eimuntas Nekrosius Inszenierung Iwanow von Anton Tschechow (Produktion des Teatro di Roma) und spielte die Silia Gala (neben Umberto Orsini) in Pirandellos Drama Il Giuoco delle Parti. In den letzten Jahren trat Alvia Reale auch als Theaterregisseurin hervor. 2007 wurde die Theaterinszenierung Roma ore 11 von Elio Petri mit dem Eti – Gli Olimpici del Teatro als bestes Theaterstück ausgezeichnet. 2016 erhielt sie den Premio Le Maschere del Teatro als beste Schauspielerin für ihre Leistung in Arthur Millers Theaterstück The Price.