Clémence Pernoud wurde in Paris geboren und studierte Kostümbild an der dortigen École supérieure des arts et technique de la mode. Zunächst arbeitete sie als Assistentin verschiedener Kostümbildner bei diversen Opernproduktionen vor allem beim Festival d’Aix-en-Provence, beispielsweise John Bright für The house taken over und Laura Hopkins für Alicina, jeweils in der Regie von Katie Mitchell, Kaye Voyce für Il turco in Italia in der Regie von Christopher Alden sowie Helene Siebrits für Oedipus Rex in der Regie von Peter Sellars. Eigene Kostümbilder entwarf sie für diverse Theater- und Filmprojekte. So arbeitet sie regelmäßig bei Projekten der Pariser Filhochschule La Fémis mit und zeichnete für die Kostüme in Kurzfilmen von Luzie Loose, Iris Kaltenback und Jérémie Sein verantwortlich. Mit letzterem arbeitete sie auch für den Kurzfilm Fliegender Torwart zusammen, der im Rahmen des Atelies Ludwigsburg-Paris, einer Kooperation der Fémis und der Filmakademie Ludwigsburg, produziert und auf arte ausgestrahlt wurde. Für die Bühne arbeitete sie erstmals 2012, als sie beim Festival d’Aix-en-Provence für eine Arbeit von Jean Bellorini entwarf. In Aix lernte sie auch Vincent Huguet kennen, mit dem sie seither bei zahlreichen Produktionen zusammengearbeitet hat, so 2014 bei Encor sur le pavé sonne mon pas nocturne in Aix, 2015 bei Love I obey mit der Sängerin Rosemary Standley an der Scène Nationale d’Alençon, einer Produktion, die später auch in der Pariser Philharmonie aufgenommen wurde und durch ganz Frankreich tourte. 2017 war sie bereits an Huguets Inszenierung von Les Voyages de Don Quichotte an der Oper von Bordeaux beteiligt. 2018 wird sie die Kostüme für die Uraufführung der Oper Seven Stones von Ondrej Adamek in der Regie von Eric Oberdorff beim Festival d’Aix-en-Provence entwerfen.