Florentine Klepper studierte Schauspiel- und Opernregie in Zürich und München. Seit 2004 ist sie an renommierten deutschsprachigen Bühnen in beiden Sparten tätig. Im Bereich Musiktheater gilt ihr Interesse sowohl der zeitgenössischen Musik als auch dem klassischen Opernrepertoire. Sie inszenierte Musiktheater-Uraufführungen u.a. an der Oper Luzern und für Münchner Festivals wie A*Devantgarde und Festspiel plus. Für die Münchner Biennale für Neue Musik erarbeitete sie die Uraufführung von Jörg Widmanns Monologe für Zwei. Ihre Inszenierung der Oper Wasser von Arnulf Herrmann entstand 2012 als Zusammenarbeit der Oper Frankfurt, der Münchner Biennale und des Ensemble Modern. An der Oper Halle, dem Münchner Prinzregententheater, der Staatsoper Stuttgart, dem Theater Freiburg und an der Semperoper Dresden inszenierte sie u.a. Werke von Mozart, Tschaikowski, Monteverdi, Korngold, Händel und Wagner. Seit Beginn ihrer Tätigkeit verbindet sie eine intensive Zusammenarbeit mit den Bühnen- und Kostümbildnerinnen Martina Segna und Adriane Westerbarkey. In einer Koproduktion der Semperoper und der Salzburger Osterfestspiele erarbeitete sie 2014 unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann Arabella von Richard Strauss. Für die Oper Frankfurt und in Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Titus Engel entwickelte sie im gleichen Jahr eine eigene Fassung von Georg Friedrich Telemanns Orpheus oder die wunderbare Beständigkeit der Liebe. Ebenfalls in Frankfurt inszenierte sie 2015 unter dem Dirigat von Sebastian Weigle Julietta, welches von der Zeitschrift Opernwelt als Wiederentdeckung des Jahres ausgezeichnet wurde. An der Oper Graz debütierte sie mit Franz Schrekers Der ferne Klang (musikalische Leitung Dirk Kaftan) und eröffnete damit im Herbst 2015 die Intendanz von Nora Schmid. Mit der Inszenierung Hanjo von Toshio Hosokawa in Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Kevin John Edusei an der Oper Bern 2016 verfolgte sie ein weiteres Mal ihr Interesse an zeitgenössischer Musik. Zuletzt inszenierte sie Giulio Cesare von Georg Friedrich Händel am Theater Freiburg und Norma von Vincenzo Bellini an der Oper Graz.