Der russische Bass Gleb Nikolsky studierte am Moskauer Konservatorium und der Opernschule der Mailänder Scala und sang im Anschluss mehrere Jahre am Theater in Woronesch. Später war er als Solist Teil des Ensembles am Moskauer Bolshoi-Theater, wo er alle großen Partien des Bassrepertoires sang, beispielsweise Philipp II. (Don Carlos), Ramphis (Aida), Fiesco (Simone Boccanegra), Iwan Susanin (Ein Leben für den Zaren) und Mephisto in Gounods Faust. Seine internationale Karriere führte ihn an Häuser wie die Mailänder Scala, das Teatro San Carlo in Neapel, die Münchner Staatsoper und die Deutsche Oper Berlin. Zuletzt stand er als Boris (Lady Macbeth von Mzensk) in Santiago de Chile und als Chowanski (Chowanschtschina) an der Opéra Bastille in Paris auf der Bühne. In der unter der Leitung von Claudio Abbado für SONY eingespielten Aufnahme von Boris Godunow ist er als Mönch Warlaam zu hören. In der Saison 2017/2018 singt Gleb Nikolsky am Bolschoi-Theater in Moskau mit großem Erfolg die Partie von Moroz (Frost) in der Oper Schneeflöckchen von Nikolai Rimski-Korsakow unter der Leitung von Tugan Sokhiev.