Ursula Hesse von den Steinen wurde in Köln geboren.Während des Studiums an der Hochschule der Künste in Berlin war sie Stipendiatin und absolvierte Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Christa Ludwig und Aribert Reimann. Sie wurde mehrmals Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe. Ihr erstes Fest-Engagement führte sie an die Semperoper, wo sie unter der Leitung von Dirigenten wie Antonio Pappano, Pinkas Steinberg, Semyon Bychkow, Giuseppe Sinopolli, Riccardo Chailly und Michael Boder ihr Repertoire als Mezzosopran aufbaute. Regelmäßige Gastspiele führten sie an europäische Bühnen wie die Nederlandse Opera Amsterdam, das Theatre de la Monnaie in Brüssel, an die Vlaamse Oper Antwerpen und das Theatre Capitole de Toulouse. An der Opera Bastille in Paris debütierte sie zunächst als Anna in Kurt Weill’s Die sieben Todsünden. Es folgten weitere Rollen u.a. Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) unter Vladimir Jurowski. Mit dieser Rolle debütierte sie dann auch mit großem Erfolg beim Festival in Glyndebourne. In Tel Aviv interpretierte sie ihren ersten Komponisten (Ascher Fish/Uwe Erik Laufenberg); Ihr Repertoire umfasst Partien aus den Opern von Rossini, Verdi, (u.a. Amneris, Eboli), Im französischen Repertoire reüssierte sie zunächst mit Giulietta in Hoffmans Erzählungen, dann mit Carmen und Dalila (Wien, Köln, Essen). Eine sehr wichtige Partie ist die der Marie im Wozzeck von Alban Berg geworden, zuletzt in Tokyo unter der Leitung von Andreas Kriegenburg und Hartmut Haenchen. Im Wagnerfach sang sie in verschiedenen Produktionen die Fricka in Walküre; u.a. in Riga (Stefan Herheimer) und in Essen (Dietrich Hilsdorf). In Mannheim war sie in Tannhäuser als Venus zu erleben. In der letzten Saison folgte Adriano aus der Oper Rienzi in Riga, in dieser Saison wird sie als Ortrud debütieren. Die Sängerin ist häufig in zeitgenössischem Repertoire zu erleben, so in der Uraufführung der „Tragödie desTeufels“ von Peter Eötvös an der Bayrischen Staatsoper, in der Oper Hanjo von T. Hosokawa mit Willy Decker in der Ruhrtriennale und an der Staatsoper Berlin. In dieser Saison folgen Mescalina (Le Grand Macabre) am Aalto Theater (Regie: Mariamne Clément), Geschichten aus dem Wienerwald von H.K. Gruber an der Komischen Oper Berlin, und eine Uraufführung der Oper Marta von Wolfgang Mitterer an der Opera de Lille. Intensive Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Willy Decker, Pierre Audi, Laurent Pelly, Calixto Bieto, Christoph Marthaler und Barrie Kosky. Ihre CD-Einspielung Das lange Weihnachtsmahl von Hindemith unter Marek Janowski wurde mit dem „Echo“ausgezeichnet. Ursula Hesse von den Steinen sang mit Orchestern, wie u.a. dem Concerto Köln, aber auch dem Ensemble Intercontemporain der Sächsischen Staatskapelle; mit den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre national de Paris. Sie gestaltete Konzerte unter Michael Gielen, Vladimir Jurowski, Markus Stenz, Eliahu Inbal, Riccardo Chailly und Pierre Boulez und gastiert regelmäßig auf Festivals wie der Ruhrtriennale oder dem Rheingaufestival.