Das neue Programm von Andreas Vitásek ist der Versuch einer Selbstheilung vom bipolaren Verhältnis des geborenen Österreichers Vitásek zu seinem Mutterland. Als Schlüsselkind der ersten Generation der Nachkriegszeit sucht Vitásek nach den Gründen seiner ambivalenten Beziehung. Ist es das persönliche Problem eines hysterischen Autisten oder ist die Hassliebe ein dem Österreicher wesenseigener Zug? Haben wir zu viele Leichen im Keller und was passiert, wenn diese als Zombies und Wiedergänger durch unsere Weingärten marschieren? Notreisende vergangener Zeiten kennen keine Grenzen. Die Geschichte ist im Fluss, mal sehen, wo sie mündet. Ach ja, lustig soll es auch werden, wahnsinnig lustig.

„Drum ist der Österreicher froh und frank,
trägt seinen Fehl, trägt offen seine Freuden.
Beneidet nicht, läßt lieber sich beneiden!
Und was er tut, ist frohen Muts getan.
’s ist möglich, dass in Sachsen und beim Rhein
es Leute gibt, die mehr in Büchern lasen;
allein, was nottut und was Gott gefällt,
der klare Blick, der offne, richtge Sinn,
da tritt der Österreicher hin vor jeden,
denkt sich sein Teil und lässt die andern reden!
O gutes Land! O Vaterland! Inmitten
dem Kind Italien und dem Manne Deutschland
liegst du, der wangenrote Jüngling da;
erhalte Gott dir deinen Jugendsinn
und mache gut, was andere verdarben!“
(Franz Grillparzer)