Tonhof Maria Saal

Drei ins Monströse überzeichnete Protagonistinnen schwadronieren in einer Wohnküche vor dem Fernseher aus ihrem Alltagssumpf heraus über Gott und die Welt, Sparsamkeit, missratene Kinder und Dackel, Gulasch und verstopfte Toiletten, steigern sich in bestem „Schwabisch“ in Wunschwelten von erfülltem Leben und Liebesglück hinein und schwingen sich zu gewaltigen Allmachtsphantasien auf, bis die Situation eskaliert. Erna, Grete und Mariedl sind Präsidentinnen. „Das sind Leute, die glauben alles zu wissen, über alles zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn. Ich stamme aus einer Präsidentinnen-Familie“, bemerkte Schwab zu dem Stück, dem ersten seiner sogenannten Fäkaliendramen, das gemeinsam mit Mein Hundemund, Übergewicht, unwichtig: Unform und Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos eine Tetralogie bildet.

1990 wurde der witzig-böse Text, den Verlage und Theater als „unspielbar“ ablehnten, in Wien im Theater im Künstlerhaus uraufgeführt und brachte Schwab den Durchbruch. Mit dieser Produktion ist das Stadttheater neuerlich am Tonhof zu Gast. Sandra Lipp, Seraphine Rastl und Katharina Schmölzer träumen sich als Präsidentinnen in ein schöneres Leben.

Führung durch den Tonhof
Am 10. und 12. Juni 2015 findet um 18.45 Uhr eine Führung durch den Tonhof statt. Die Führung ist in Verbindung mit anschließendem Vorstellungsbesuch kostenlos.
Anmeldung: Mag. Susanne Peyha, s.peyha@stadttheater-klagenfurt.at, 0463 / 55 2 66 – 227 (vormittags)

Spielstätte
Tonhof Maria Saal
Schnerichweg 2
9063 Maria Saal

Anfahrtsplan_Tonhof