Konzerthaus Klagenfurt

„Apokalyptische“, „Krone der Musik des 19. Jahrhunderts“, „Schöpfung eines Giganten“ – Anton Bruckners monumentale Achte Sinfonie ist mit zahlreichen Beinamen geschmückt worden. Bruckner selbst nannte die Sinfonie ein „Mysterium“. Mit ihr sprengte er sowohl im zeitlichen Umfang als auch in der inhaltlichen Komplexität jenes Maß, das Beethoven in seiner Neunten gesetzt hatte.

Dennoch wird das Vorbild des klassischen Titanen der Sinfonik auch in der Achten Bruckners deutlich. Der erste Satz steht in c-Moll, doch der Grundton erscheint über weite Strecken nur in instabiler Durchgangsfunktion, während sich im blechdröhnenden Finale des letzten Satzes die wichtigsten Themen der Sinfonie in strahlendem C-Dur übereinander türmen. Darin lässt sich unschwer das Grundprinzip Beethoven’scher Musikdramaturgie erkennen: per aspera ad astra.

Anton Bruckner Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

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