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Pressestimmen
„Anton – das Mäusemusical“ begeisterte bei der gestrigen Premiere im Stadttheater Klagenfurt mit viel Witz und schwungvollen Songs. (…) Regisseur Michael Schachermaier stattet die fellsträubende Geschichte, die gestern im Stadttheater Premiere feierte, mit viel Fantasie und liebevollen Details aus. Wenn Sportskanone Franz (Jörn Linnenbröker) trainiert, dann stemmt er als Hantel ein Wattestäbchen. Und als Rucksack schnallt er sich für seine Expeditionen einen Teebeutel um. Überhaupt ist das bestens gestimmte Ensemble sportlich gefordert. Denn die Falten im Teppich eignen sich wunderbar zum Drunter- und Drüberkriechen (Bühnenbild: Jürgen Kirner). Und Ines Hengl-Pirker seilt sich als Spinne zwischendurch sogar kopfüber ab. Dazu kommen die von drei Live-Musikern gespielten Songs mit Ohrwurmqualität, zu denen die drei Mäuse so manchen Hüftschwung zeigen (Choreografie: Marvin Dietmann). (…) Und so ist gut 100 Minuten lang ordentlich was los unter dem Sofa, wo es zwischendurch auch ernst wird, wenn Anton sich allein gelassen fühlt. Vor allem aber ist es eine höchst vergnügliche Geschichte darüber, wie man gemeinsam Gefahren trotzt. (….)
(…) Der Stubentiger mit dem Bären-, pardon, Mäusehunger ist nämlich der sehnlichste Wunsch der kleinen Simone, die den „musikalischen“ Nagetieren damit tierischen Ärger beschert. Denn wo bislang „nur“ der Staubsauger die weihnachtliche Wohnidylle mit seiner verheerenden Sogwirkung bedroht, ist nun Feuer am Dach und die Mausketiere in bester Musketier-Manier gefordert, ihre Maus zu stehen und samt Spinne und Tantchen die Mieze zu bändigen. Letzteres wird mit Antons Geige und dem Zauber von Jan-Willem Fritschs fetzig-rockiger Ohrwurm-Musik gelingen, die sich im Klagenfurter Stadttheater live und mitreißend durch so ziemlich alle Genres spielt, die das tempobeschleunigte Katz-und-Maus-Spiel in Michael Schachermaiers leichtfüßiger, detailverliebter, gut getakteter Regie so braucht, um die Mäuseriche tanzen zu lassen. Letzteres bewerkstelligt das beherzte Trio mit Bravour! (…) Gesanglich eine Klasse für sich und zum Schreien komisch ist Glitzerspinne Ines Hengl-Pirker, der Groß und Klein mühelos ins Netz gehen. Karin Lischka ist als Mäusetante Lizzy eine schrille Nervensäge mit Berliner Schnute, Jürgen Kirners zauberhafte Bühne einem Kinderbuch entsprungen, Slapstick und viel Pigor-Wortwitz machen die Mäuseshow endgültig familientauglich. (…)