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Pressestimmen
(…) Jubel für „Hemma – Eine Weibspassion“. Die Kirchenoper von Bruno Strobl wurde beim Carinthischen Sommer uraufgeführt.
(…) Es ist ein explosives Stück über die einzige Landesheilige von Kärnten, angesiedelt im Hochmittelalter und dennoch sehr heutig, eine moderne Auseinandersetzung mit dem Lebenssinn und Gott. Franzobel zeichnet Hemmas Passion anhand der wenigen historisch belegten Fakten, in die er manche Legende einfließen lässt, bis an die Grenzen ihrer Leidensfähigkeit. Er zeigt die Wandlung einer Gräfin zu einem leuchtenden Vorbild im Umgang mit sozialem Elend. (…) Ein hängender, leuchtender Mond, eine Leiter, die symbolisch ins Nichts führt, ein derbes Holzpodest: Das ist die minimalistische Ausstattung (Nele Ellegiers), mit der (…) das Auslangen gefunden wird. Kristine Tornquist, eine ausgesprochene Spezialistin für alternative Spielorte, nützt die gesamte Kirche, Altarraum, Gänge, Kanzel. Sie setzt die Geschichte packend um (…). Alle Figuren sind detail- und ideenreich gezeichnet. Exzellent sind die Sänger, denen vom Komponisten bestimmte Tonkonstellationen zugeordnet sind: Juliette Mars begeistert als intensive, selbstbewusste Titelheldin, die ihre Seelenqualen grandios auslotet (…). Julia Koci ist die blitzsauber singende Magd Kathi, die vom genusssüchtigen Wilhelm von Friesach, Hemmas Ehemann, missbraucht wird. Andreas Jankowitsch gestaltet ihn ungemein viril, brutal und exzessiv. (…) Alle Sänger und der achtköpfige männliche Festivalchor (…) sind (…) wunderbar und textverständlich zu hören. (…) Souverän und konzentriert bewältigt das klein besetzte Kärntner Sinfonieorchester unter dem exakt schlagenden Simeon Pironkoff diese enorm diffizile Aufgabe. Jubel!