Die Beliebtheit dieser französischen Oper im deutschsprachigen Raum ist nicht nur der Goetheschen Vorlage zu verdanken, sondern vor allem der eindrücklichen Musik Massenets. Lorenzo Viotti steht nach seinem umjubelten Carmen-Dirigat in der Spielzeit 2015/16 wieder am Pult des Kärntner Sinfonieorchesters. Inszeniert wird Werther vom französischen Regisseur Vincent Huguet, die Titelpartie singt der deutsche Tenor Attilio Glaser. Anaïk Morel, von 2008 bis 2010 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper, ist als Charlotte zu erleben.

Werther wurde 1892 in deutscher Sprache an der Wiener Staatsoper uraufgeführt und avancierte bald zum beliebtesten Werk Massenets. Das leidenschaftliche Werben des Titelhelden um Charlotte, die sich der Liebeserklärungen mit Verweis auf die ihrem Verlobten Albert geschuldete Treue erwehrt, erhält in vier großen Duetten breiten Raum und bildet den Kern der Handlung.  Dass Charlotte sich in deren Verlauf dazu durchringt, entgegen ihrem bürgerlichen Ideal ehelicher Treue, ihre Liebe zu Werther zu gestehen, macht sie zur eigentlichen Heldin des Stückes.

Dauer ca. 2 Stunden, 45 Minuten (inkl. Pause nach dem 2. Akt)

 

INTERVIEW mit Dirigent Lorenzo Viotti

Fotos (c) Karlheinz Fessl