My Fair Lady
Musical von Frederick Loewe nach George Bernard Shaws »Pygmalion« / Buch von Alan Jay Lerner / Musik von Frederick Loewe / Deutsch von Robert Gilbert
My Fair Lady spielt im London der Edwardianischen Ära, konkret im Jahr 1912. Der Phonetikprofessor Henry Higgins ist davon überzeugt, dass Sprache Macht bedeutet und der Schlüssel zum sozialen Aufstieg ist. Er trifft auf die einfache Blumenverkäuferin Eliza Doolittle, die ihm auf der Straße durch ihren ausgeprägten Londoner Cockney-Dialekt auffällt. Er wettet mit seinem Freund Oberst Pickering, sie in nur sechs Monaten in eine Dame von Welt verwandeln zu können.
Mit hartem Sprechtraining und Benimmunterricht soll Eliza ihre »niedere« Herkunft ablegen und zu einem neuen, von Higgins gestalteten Geschöpf werden. Nach ihrer Ausbildung soll sie dann bei einem hochkarätigen Ball der High Society als Lady präsentiert werden. Eliza nimmt das Angebot an, zieht bei Higgins ein, durchläuft ein strapaziöses Training und will den Sprung in die feine Gesellschaft wagen. Und nach einigen Startschwierigkeiten scheint es, als könnte das Experiment auch tatsächlich zu gelingen, wenn da nicht auch Gefühle mit ins Spiel kämen …
Bereits bei der Uraufführung am Broadway 1956 ein grandioser Erfolg, zählt My Fair Lady bis heute mit Ohrwürmern wie Es grünt so grün, Mit ’nem kleinen Stückchen Glück und Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht zu den erfolgreichsten Musicals weltweit. Sowohl urkomisch als auch auch tiefgründig thematisiert der Musicalklassiker den Klassendünkel der englischen Gesellschaft, den Machtkampf der Geschlechter und die Frage, ob Bildung und Sprache wirklich den Wert eines Menschen bestimmen. Regie führt Tobias Ribitzki, der mit My Fair Lady das erste Mal in
Klagenfurt inszeniert.
