Musiktheater A
13.09.2026 – 11.00 Uhr
NEU – Matineen zum Nachhören bei ORF Radio Kärnten
Eine Auswahl unserer Matineen wird von ORF Radio Kärnten tontechnisch aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt im Radio ausgestrahlt.
Damit entsteht ein neues Angebot für unser Publikum und die Hörer*innen von ORF Radio Kärnten: Ausgewählte Matineen können künftig auch im Radio nachgehört werden.
Hinweis für unser Publikum im Zuschauersaal:
Die Matinee wird von ORF Radio Kärnten tontechnisch aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt im Radio ausgestrahlt. Dabei können auch Publikumsgeräusche, insbesondere Applaus und sonstige Reaktionen des Publikums, sowie gegebenenfalls Wortmeldungen aus dem Zuschauerraum hörbar bzw. aufgezeichnet werden.
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ab 12 Jahren
Aida
Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi / Libretto von Antonio Ghislanzoni nach einem Szenario von François Auguste Ferdinand Mariette / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
AUSVERKAUFT
Große Melodien, prunkvolle Massenszenen, ein exotischer Handlungsort – das sind die Zutaten, die Giuseppe Verdis Spätwerk Aida seit über 150 Jahren zu einer der faszinierendsten Schöpfungen der Opernliteratur machen. Doch der szenische und musikalische Bombast bildet den Hintergrund für ein einfühlsames Plädoyer, das – in den Worten Dmitri Schostakowitschs – »die Unterdrücker entlarvt und Mitleid mit den Opfern wachruft«.
Den Auftrag zur Komposition der Oper erteilte 1869 der Vizekönig von Ägypten, Ismail Pascha, der die uralte Geschichte seines Landes in den Dienst der Verherrlichung seiner Dynastie stellen und mit dem Namen des berühmtesten Komponisten seiner Zeit schmücken wollte. Verdi, seit jeher ausgesprochen skeptisch gegenüber allen Formen institutionalisierter Macht, ließ sich ungern vor diesen politischen Karren spannen, erkannte aber das theatrale Potential des Stoffes. Im Zentrum der Handlung steht der ägyptische Feldherr Radamès. Im Konflikt zwischen seiner Liebe zur äthiopischen Prinzessin Aida, deren Volk er militärisch besiegt hat, und seinen politischen Pflichten kann er weder der einen noch der anderen Seite gerecht werden. Mit musikalischer Feinzeichnung auf der einen und pompöser Staatsinszenierung auf der anderen Seite zeigt Verdi, wie Liebe und Vertrauen in der Gewalt eines unbarmherzigen Machtapparates nur um den Preis des Todes bestehen können.
Inszenieren wird dieses Wechselspiel aus großem Politdrama und intimem Kammerspiel Intendant Aron Stiehl, die musikalische Leitung hat Chefdirigent Chin-Chao Lin inne. Bühnenbild und Kostüme werden von den hauseigenen Künstler*innen Thomas Stingl und Emmanuela Cossar entworfen.
Musiktheater A
13.09.2026 – 11.00 Uhr
NEU – Matineen zum Nachhören bei ORF Radio Kärnten
Eine Auswahl unserer Matineen wird von ORF Radio Kärnten tontechnisch aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt im Radio ausgestrahlt.
Damit entsteht ein neues Angebot für unser Publikum und die Hörer*innen von ORF Radio Kärnten: Ausgewählte Matineen können künftig auch im Radio nachgehört werden.
Hinweis für unser Publikum im Zuschauersaal:
Die Matinee wird von ORF Radio Kärnten tontechnisch aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt im Radio ausgestrahlt. Dabei können auch Publikumsgeräusche, insbesondere Applaus und sonstige Reaktionen des Publikums, sowie gegebenenfalls Wortmeldungen aus dem Zuschauerraum hörbar bzw. aufgezeichnet werden.
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ab 12 Jahren
Pressestimmen
»Reichhaltige ägyptische Ornamente an Ziegelmauern, angedeutete Gewölbe und Säulen, ein Mosaikboden, brennende Feuerschalen und suggestive Lichtstimmungen in einem weiten Bühnenraum: Es sind Bilder von erlesener Ästhetik und Opulenz, die an ein Museum erinnern. (…) Aron Stiehl konzentriert sich in einer konventionellen Inszenierung der populären Oper, die zuletzt 2010 am Haus zu sehen war, ganz auf die einzelnen Charaktere. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden detailreich und mit psychologischem Tiefgang herausgearbeitet, was der Inszenierung eine große emotionale Wirkung verleiht und berührende Momente schafft. (…) Die Sängerriege selbst lässt kaum Wünsche offen: Anna Princeva ist eine zerbrechlich und sehr authentisch wirkende Aida mit feinen Lyrismen, die auch über eine gewaltige dramatische Stimmkraft und blühende Höhen verfügt. Mit müheloser Höhe, schöngefärbt, feinen Piani, aber auch großem Volumen singt Vasyl Solodkyy ihren Geliebten Radamès. (…) Neben ihm ist die sehr elegant gewandete Ruzana Grigorian eine sehr präsente Amneris mit reicher Stimmkraft und vielen Zwischennuancen. Bei den Herren dominiert Tommi Hakala als wunderbar kerniger Amonasro mit Riesenstimme. Giorgi Chelize ist ein warmstimmiger Oberpriester Ramfis. Solide klingt der König des Gheorghe Severin.Tetyana Prybura ist eine klar singende Priesterin. Stimmgewaltig ist der oft Fahnen schwingende Chor und Extrachor des Stadttheaters (Einstudierung: Günter Wallner) zu hören. Chefdirigent Chin-Chao Lin leitet das Kärntner Sinfonieorchester souverän.«
»Mit seiner monumentalen Inszenierung in bildgewaltiger Opulenz und einer poppig-entrümpelten Anklage von Machtrausch und Kriegsbeschwörung, gelingt dem Hausherrn eine tiefgängige wie leichtfüßige Adaption dieser unmöglichen Liebe in Zeiten des Kriegs, die Ägypten-Kitsch weitgehend ausspart, zynische Sieger-Egomanie im snobistischen „Herrenclub“ vorführt und im gewalttätigen Gestern die wahlverwandten Zeichen von Heute findet. (…) Das ist auch das grandiose Ensemble in Thomas Stingls altägyptischem Freskensaal und Emmanuela Cossars wildem Kostümmix – allen voran „Amneris“ Ruzana Grigorian, die als ägyptische Königstochter ihren expressiven Mezzo in die Schlacht um Radamès’ Liebe führt. Als versklavte äthiopische Prinzessin und leidende Rivalin gefällt „Aida“ Anna Princeva mit fein moduliertem Sopran und schönen Mittellagen wie Höhen. Vasyl Solodkyy ist als ägyptischer Feldherr zwischen zwei Frauen strahlender Heldentenor voll Glanz und Größe, „Ramfis“ Giorgi Chelidze Priester mit raumgreifendem Bass, Bariton Tommi Hakala äthiopischer König mit viel Schmelz, ein Genuss Günter Wallners inhaltstragender Chor. Orchestraler Prunk, kammermusikalische Intimität und wuchtiges Blech sind bei Chin-Chao Lin und dem dynamischen KSO in besten Händen – bis zum leisen Sterben der Liebenden und ihrem Gang ins Licht.«
»Das Kärntner Sinfonieorchester und sängerisch wie schauspielerisch starke Sängerinnen und Sänger machten am Donnerstag das ägyptische Königinnen-Drama „Aida“ zum gefeierten Saisonauftakt am Stadttheater Klagenfurt. Regisseur Aron Stiehl ließ sich neben dezent choreografierten Massenszenen auch ein parodistisches Diktatoren-Ballett und Querverweise auf das Kriegsgetöse der Gegenwart einfallen.«