Cinderella
Ballett in drei Akten von Sergei Prokofiew und Nicolai Wolkow / Kooperation mit dem SNG Opera in balet Ljubljana
Von den Gebrüdern Grimm über Walt Disneys Cinderella bis zu den allweihnachtlich wiederholten Drei Haselnüssen für Aschenbrödel: Die Geschichte des Mädchens, das von seiner hasserfüllten Stiefmutter und seinen garstigen Stiefschwestern drangsaliert wird, und dem am Ende der Ausbruch in eine Welt der Phantasie gelingt, ist eines der beliebtesten Märchen überhaupt – und gehörte im 19. Jahrhundert in Oper und Ballett zu den beliebtesten Bühnenstoffen. An diese Tradition knüpfte Prokofiew mit seinem 1945 in Moskau uraufgeführten Ballett Cinderella an, während in der musikalischen Gestaltung das Vorbild der großen Ballettmusiken Tschaikowskis deutlich erkennbar ist.
Im Zentrum der Handlung steht das Mädchen Soluschka, dessen Verwandlung von einer erniedrigten Küchenmagd in eine strahlende Prinzessin musikalisch subtil nachgezeichnet wird. Kontrastierend dazu charakterisiert Prokofiew die Schwestern Soluschkas sowie die Hofgesellschaft als bösartig, egoistisch und korrupt, während der Prinz als sympathischer, in seiner Eitelkeit und Naivität aber durchaus zu belächelnder junger Mann erscheint. Am Höhepunkt jedes Aktes steht ein großer Walzer, der die jeweilige Gemütslage Cinderellas zum Ausdruck bringt.
Mit Prokofiews Märchenballett setzt das Stadttheater nach den Produktionen von Massenets Cendrillon und Rossinis La Cenerentola nicht nur seinen Aschenputtel-Zyklus fort, sondern auch die enge Kooperation mit dem SNG Opera in balet Ljubljana. Cinderella wird die erste gemeinsame Neuproduktion sein, bei der zudem der Ballettdirektor des Staatsballetts, Lukas Zuschlag, seine erste abendfüllende Choreographie am Stadttheater präsentieren wird.
