Home ProduktionSimon Boccanegra
Bühne
Dauer: ca. 2 Stunden, 45 Minuten (inkl. einer Pause)
Premiere: Do, 31.10.2019
Dernière: Fr, 29.11.2019
Matinee

20. Oktober 2019 – 11.00 Uhr

Einführung

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer
(ausgenommen Premiere)

Gemeinsam ins Theater

12. November 2019
Austausch über den Theaterabend mit BesucherInnen und MitarbeiterInnen des Hauses
(Treffpunkt: 35 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer)

Simon Boccanegra

Melodramma in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi / Libretto von Francesco Maria Piave, Giuseppe Montanelli und Arrigo Boito nach dem Drama "Simón Bocanegra" (1843) von Antonio García Gutiérrez / Koproduktion mit der Opéra de Dijon und der Opéra de Rouen Haute-Normandie / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

1363 fiel der Genueser Doge Simone Boccanegra einem Giftanschlag zum Opfer. Basierend auf seiner Geschichte entspinnt sich in Giuseppe Verdis Oper ein Thriller, in dem sich Liebe, familiäre Gefühle, Loyalität und Feindschaft vor dem Hintergrund eines politischen Komplotts zu einer unentwirrbaren Intrige verquicken. Philipp Himmelmann kehrt mit dieser Inszenierung nach fast zwanzig Jahren ans Stadttheater Klagenfurt zurück, die musikalische Leitung übernimmt Chefdirigent Nicholas Carter. Der italienische Bariton Vittorio Vitelli singt die Titelpartie.

Nach dem Flop der Uraufführung in Venedig im Jahre 1857 arbeitete Verdi Simon Boccanegra über zwanzig Jahre später grundlegend um und führte das Werk 1881 an der Mailänder Scala zu einem Publikumserfolg. Zu diesem trug insbesondere der Librettist Arrigo Boito bei, mit dem Verdi fortan eine intensive Zusammenarbeit verband – aus seiner Feder stammen auch die Texte für Verdis Alterswerke Otello und Falstaff. Simon Boccanegra gipfelt in einer grandios ausgemalten Versöhnungsutopie und übt auch heute noch eine unwiderstehliche Faszination aus.

Bühne
Dauer: ca. 2 Stunden, 45 Minuten (inkl. einer Pause)
Premiere: Do, 31.10.2019
Dernière: Fr, 29.11.2019
Matinee

20. Oktober 2019 – 11.00 Uhr

Einführung

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer
(ausgenommen Premiere)

Gemeinsam ins Theater

12. November 2019
Austausch über den Theaterabend mit BesucherInnen und MitarbeiterInnen des Hauses
(Treffpunkt: 35 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer)

Podcast Einführung

Pressestimmen

Kronen Zeitung

Verstrickt im Netz der Macht

Macht, Intrigen, Rache und natürlich Liebe wie der damit verbundene Schmerz beherrschen die Geschichte um den Genueser Dogen Simon Boccanegra. (…) Drastisch-tiefgreifende Bilder bot die Stadttheater-Premiere am Donnerstag.

(…) Der erhängten Geliebten Maria zur Seite gestellt, gibt die gleichermaßen imposante wie geduldige, nachtschwarze Friesenstute Ghana dem Bild eine animalische Kraft, die das Trauma des Todes bis zum Ende der Oper hin verstärkt. Sehnsucht nach Weite und Freiheit generiert das sich immer wieder verändernde Ölgemälde vom Meereshorizont im Hintergrund. Unverblümt malt Regisseur Philipp Himmelmann mit lichtstarken Momenten die Düsternis der Geschichte nachdrücklich auf die dezent-repräsentative, brokattapezierte Bühne von Etienne Pluss. Vittorio Vitelli erinnert sich als stimmkräftiger Doge nach Jahren des Regierens erst in der Begegnung mit dem herausragenden sensibel-kräftigen Sopran Selene Zanettis als verschwundener Tochter wieder seiner Liebesfähigkeit. Diese liebt allerdings des Vaters Feind Gabriele Adorno, der in Robert Watsons Tenor überzeugend Emotionalität wie Rachelust erfährt. (…) Csaba Szegedi, Luciano Batinic und Evert Sooster geben der sich daraus entspinnenden Intrige stimmstarke Beklommenheit, deren Dramatik von flirrenden Geigen und präzise gespielten Flöten sowie Hörnern des KSO unter Nicholas Carter unterstützt wird. Einmal mehr beweist sich Günter Wallners Chor auf wie hinter der Bühne mit Stimmfülle und Spielfreude.

Kleine Zeitung

Sängerfest in düsterem Ambiente

(…) Vittorio Vitelli verstrahlt als unglücklicher, ehemaliger Korsar nicht nur starke Bühnenpräsenz, sondern vermag auch mit schönem Timbre zu berühren (…). Aber auch sein feindseliger Widerpart ist mit Luciano Batinic als nobler, würdevoller Jacopo  Fiesco gut besetzt. (…) Robert Watson singt den Gabriele Adorno mit Schmelz und schönen Höhen. Selene Zanetti als Amelia Grimaldi phrasiert innig mit glasklarem Sopran. Von beeindruckender Kraft hört man Csaba Szegedi als finsteren Bösewicht Paolo. Stimmgewaltig singt auch der Chor (Einstudierung: Günter Wallner). Am Pult des Kärntner Sinfonieorchesters zeigt Nicholas Carter packende Gestaltungskraft bei den dramatischen Szenen.

Termine & Karten

Karten
Karten
Karten

Besetzung

Musikalische Leitung
Nicholas Carter
Regie
Philipp Himmelmann
Szenische Einstudierung
Ludivine Petit
Sophie Springer
Bühne
Etienne Pluss
Kostüme
Kathi Maurer
Choreinstudierung
Günter Wallner
Dramaturgie
Markus Hänsel
Simon Boccanegra
Vittorio Vitelli
Maria Boccanegra / Amelia Grimaldi
Selene Zanetti
Jacopo Fiesco / Andrea
Luciano Batinić
Gabriele Adorno
Robert Watson
Paolo Albiani
Csaba Szegedi
Pietro
Evert Sooster
Hauptmann
Woohyun Park
Dienerin Amelias
Tetjana Prybura
Kärntner Sinfonieorchester
Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt