Home ProduktionDer Diener zweier Herren
Bühne
Dauer: ca. 2 Stunden, 35 min. / inkl. einer Pause
Premiere: Do, 08.10.2026
Dernière: Fr, 04.12.2026
Einführungs-Matinee

27.09.2026 – 11.00 Uhr

Die Matinee zu Der Diener zweier Herren wird ganz im Zeichen des legendären Theatermachers Herbert Wochinz stehen.

Schulvorstellung

20.10.2026

Begleitmaterial für den Unterricht

>> Download Begleitmaterial

Altersempfehlung

ab 12 Jahren

mit freundlicher Unterstützung von unserem Silberpartner

Grüner Buchstabe "H" mit einem Wellenmuster links neben dem Wort "HUMANOMED" in Grau auf weißem Hintergrund.

Der Diener zweier Herren

Il servitore di due padroni / Lustspiel in drei Akten von Carlo Goldoni / Aus dem Italienischen von H. C. Artmann / Bearbeitung von Herbert Wochinz / Fassung für das Stadttheater Klagenfurt mit 3 Gedichten von Christine Nöstlinger von Hans Mrak und Ronny Jakubaschk

In Männerkleidung und gemeinsam mit ihrem Diener Truffaldino macht sich Beatrice auf den Weg nach Venedig, um Florindo zu finden – ihren Geliebten, der beschuldigt ist, ihren Bruder ermordet zu haben. So fügt es sich, dass beide im selben Wirtshaus landen, ohne jedoch voneinander zu wissen: der Beginn eines Spiels, das schnell außer Kontrolle gerät. Denn Truffaldino, nicht mehr jung und stets knapp bei Kasse, nimmt kurzerhand einen zweiten Dienst an – bei Florindo. Zwei Herren,  doppelter Lohn, doppeltes Risiko. Zwischen Aufträgen, Missverständnissen und Lügen lässt sich das Leben rasch nicht mehr sauber organisieren. Zudem sind die Geschäfte der angesehenen Bürger*innen Venedigs undurchsichtiger als das Wasser in der Lagune. Und auch Smeraldina, Dienerin wie er, und wie er nicht auf den Mund gefallen, durchkreuzt, hält dagegen und lässt sich schon gar nicht leicht einkochen – und gibt so dem Spiel eine eigene Richtung …

In Carlo Goldonis Der Diener zweier Herren, 1746 uraufgeführt, erreicht die volkstümliche Commedia dell’arte einen Höhepunkt, an dem aus deren Improvisation Form wird, ohne die Leichtigkeit einzubüßen. Wir spielen die rasante Fassung von H. C. Artmann und Herbert Wochinz, deren enge Zusammenarbeit, u. a. für die Komödienspiele Porcia, in den 1950er Jahren am Tonhof in Maria Saal gedieh. Sie vereint italienische Lebendigkeit mit österreichischer Sprachlust und -kunst.

H. C. Artmanns Übersetzung, mit anarchischem Sprachwitz und Volkstheater-Schmäh aufgeladen, führen wir weiter: Smeraldina gibt ihre Stimme drei eindringlichen Gedichten von Christine Nöstlinger, die die am 13. Oktober Ihren 90. Geburtstag gefeiert hätte. Ihre Verse geben den »ganz oaman leit« – und hier auch: explizit den Frauen – eine ungeschönte, kraftvolle Bühne. Nöstlingers Gedichte brechen mit sozialer Kälte und blicken ehrlich auf den harten Alltag und die Träume weiblicher Biografien. So wird die Zofe, die bei Goldoni über weite Strecken im Hintergrund bleibt, ausgestattet mit Stolz, Witz und Empathie, zu einer modernen Sprecherin für jene, die auch heute immer noch ungehört bleiben.

So spannt unser phantastisches Komödien-Ensemble, Publikumslieblinge allesamt und um keine Lazzi verlegen, gemeinsam mit Klagenfurt-Debütant Ronny Jakubaschk, einen trefflichen Bogen von Venedigs Lagune an den Wörthersee.

Die Matinee zu Der Diener zweier Herren wird übrigens ganz im Zeichen des legendären Theatermachers Herbert Wochinz stehen.

Matinee: 27.09.2026 – 11.00 Uhr

Carlo Goldonis Lustspiel Der Diener zweier Herren gilt als Höhepunkt der italienischen Komödie. Am Stadttheater wurde das Stück lange nicht gespielt – Zeit also, für eine Reise nach Venedig in väterlich beschlossenen Liebesgeschichten und Heiratssachen. Wir spielen die rasante Fassung von H. C. Artmann und Herbert Wochinz, die 1981 für die Komödienspiele Porcia entstanden ist. Unsere Matinee würdigt diesmal ausdrücklich den 2012 verstorbenen Kärntner Theatermacher Herbert Wochinz, beleuchtet sein Wirken als Schauspieler, Regisseur, Prinzipal. WeggefährtInnen wie etwa Elfriede Schüsseleder erinnern sich; die Komödienspiele Porcia grüssen musikalisch; und die beiden Publikumslieblinge Doris Hindinger und Alexander Jagsch, die in unserer Aufführung Smeraldina und Truffaldino, die lebensklugen, gewitzten Diener ihrer Herr*innen spielen, spannen einen Bogen durch Wochinz‘ Leben mit Zeugnissen von Samuel Beckett bis Erwin Ringel. Und natürlich von Herbert Wochinz selbst, der für ein »humanistisches Theater« stand, dessen Programm er einmal in der französischen Tageszeitung Le Figaro so beschrieben hat:  »Meine Aufgabe ist weder, das Gesicht unseres Planeten zu verändern noch die Menschheit zu retten. Ich will die Leute amüsieren und ihnen Freude bereiten und mein Ehrgeiz liegt darin, dass diese Freude nicht von schlechter Qualität ist.«

Bühne
Dauer: ca. 2 Stunden, 35 min. / inkl. einer Pause
Premiere: Do, 08.10.2026
Dernière: Fr, 04.12.2026
Einführungs-Matinee

27.09.2026 – 11.00 Uhr

Die Matinee zu Der Diener zweier Herren wird ganz im Zeichen des legendären Theatermachers Herbert Wochinz stehen.

Schulvorstellung

20.10.2026

Begleitmaterial für den Unterricht

>> Download Begleitmaterial

Altersempfehlung

ab 12 Jahren

mit freundlicher Unterstützung von unserem Silberpartner

Grüner Buchstabe "H" mit einem Wellenmuster links neben dem Wort "HUMANOMED" in Grau auf weißem Hintergrund.

Pressestimmen

Kleine Zeitung

»Im Mittelpunkt steht dann aber doch der „holde Unsinn“: Am Donnerstag feierte die Komödie in der Übersetzung von H. C. Artmann und der Bearbeitung von Herbert Wochinz Premiere am Stadttheater Klagenfurt.  Pascal Seibicke hat dafür ein stimmiges Bühnenbild mit ineinander verschachtelten Räumen entworfen, in denen die zahlreichen Türen ordentlich geknallt werden können. Regisseur Ronny Jakubaschk setzt auf exaktes Timing und präzise choreografierten Slapstick (…). Alexander Jagsch spielt den Truffaldino als liebenswerten Schelm, der zwischen mehreren Briefen, zwei Koffern und vielen Aufträgen ganz schön ins Bedrängnis kommt, sich aber immer irgendwie herausredet (…). Raphaela Möst ist eine selbstbewusste Beatrice, die im wahrsten Sinn des Wortes ihren Mann steht (…). Aus dem spielfreudigen Ensemble ragt noch Doris Hindinger als Zofe Smeraldina heraus, deren Figur durch Gedichte von Christine Nöstlinger zum Alltag der „oamen leit“ mehr Tiefe bekommt – auch da blitzt dann noch einmal mit Nöstlingers scharfem Wiener Schmäh gekonnt die gesellschaftliche Dimension der Komödie auf.«

Kronen Zeitung

»Auch das weitere Ensemble mit Dominik Warta, Bettina Schwarz, Doris Hindinger, Rudi Widerhofer, Vincent Lyssewski und Arthur Klemt überzeugt mit starken Einzelleistungen, die sich zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden. (..) Jakubaschk führt die Schauspieler in einer frischen Inszenierung mit feinem, sauberem Gespür und sicherer Hand, in rasanter Italianità, zu einem komödiantischen Fortissimo. Das überaus spielfreudige Ensemble lässt das turbulente Verwechslungsspiel in all seiner absurden Komik aufblühen.«

sn.at / APA

»Mit Tempo, Witz und einem Schuss Nachdenklichkeit setzen Regisseur Ronny Jakubaschk und Dramaturg Hans Mrak Carlo Goldonis Commedia-dell’arte-Klassiker „Der Diener zweier Herren“ im Stadttheater Klagenfurt in Szene. Drei eingefügte Gedichte von Christine Nöstlinger und die Übersetzung von H. C. Artmann machten die Premiere am Donnerstag zu einem wienerischen Fest für das Schauspiel-Ensemble. (…) Dominik Warta als schlaksiger, verwirrter Pantalone hat viel zu tun, um Silvio, den entthronten Verlobten seiner Tochter (Vincent Lyssewski) und Beatrice als ihr toter Bruder Federigo (reizend verzweifelt: Raphaela Möst) auseinanderzuhalten. Thomas Frank ist als Florindo ein bis zur Karikatur wütender Berserker, Arthur Klemt der gestresste Wirt Brighella. Bettina Schwarz (Clarice) und Rudi Widerhofer (Dottore Lombardi) vervollständigen ein Ensemble, dem es gelingt, italienische Vitalität in österreichisches Schlawinertum zu übersetzen.«

Termine & Karten

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Besetzung

REGIE
Ronny Jakubaschk
BÜHNE
Pascal Seibicke
KOSTÜME UND MASKEN
Cornelius Reitmayr
MUSIK
Manuel Thielen
DRAMATURGIE
Hans Mrak
PANTALONE DE BISOGNOSI
Dominik Warta
CLARICE, SEINE TOCHTER
Bettina Schwarz
SMERALDINA, ZOFE DER CLARICE
Doris Hindinger
DOTTORE LOMBARDI
Rudi Widerhofer
SILVIO, DESSEN SOHN
Vincent Lyssewski
BEATRICE RASPONI, in der Maske ihres toten Bruders Federigo Rasponi
Raphaela Möst
FLORINDO ARETUSI, DEREN LIEBHABER
Thomas Frank
BRIGHELLA, EIN GASTWIRT
Arthur Klemt
TRUFFALDINO, DIENER DER BEATRICE UND DES FLORINDO
Alexander Jagsch
REGIEASSISTENZ
Kara Liebhart
BÜHNENBILDASSISTENZ
Julia Rauter
KOSTÜMBILDASSISTENZ
Andrea Grezko
SOUFFLAGE
Theresa Mößler
INSPIZIENZ
Dieter Krammer