Home ProduktionLe nozze di Figaro
Bühne
Dauer: ca. 3 Stunden, 15 Minuten / Pause nach dem 2. Akt
Premiere: Do, 04.11.2021
Dernière: Di, 04.01.2022
Einführungs-Matinee

24. Oktober 2021 – 11.00 Uhr

Le nozze di Figaro

Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart / Libretto von Lorenzo da Ponte nach der Komödie »La Folle Journée ou Le Mariage de Figaro« (1778) von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais / In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ein übergriffiger Adeliger und sein bauernschlauer Diener, eine standhafte Gräfin und ihre pfiffige Zofe, dazwischen ein pubertierender Jüngling und mehr oder minder geschickte Intrigant*innen: Das Panoptikum der Charaktere in Le nozze di Figaro zeigt zuvörderst ein Gesellschaftsbild des 18. Jahrhunderts – und doch vermag sich jede/r Zuschauer*in in mindestens einer der mit treffsicherer Menschenkenntnis gezeichneten Figuren wiederzuerkennen …

Die Komödie ist denkbar einfach kompliziert – wie im »richtigen Leben«: Der Graf Almaviva liebt Susanna, das Kammermädchen der Gräfin Rosina Almaviva, die den Grafen noch immer liebt und seine Affären nicht länger erträgt. Susanna aber liebt des Grafen Kammerdiener Figaro, der wiederum von der älteren Marcellina geliebt wird. Als Susanna und Figaro heiraten wollen, gibt es allerhand Kabalen wider die Heirat und jede Intrige wird mit einer anderen pariert. Als Mozart das berüchtigte Stück des Beaumarchais als Oper auf die Bühne des Wiener Hoftheaters brachte, beschworen kaisertreue Kritiker einen Skandal: Wie konnte Joseph II. nur seine Zustimmung zur Aufführung geben? Doch dem Librettisten Da Ponte war es gelungen, die Anspielungen auf einen korrupten und infantilen Adel konsequent aus der Vorlage herauszustreichen, ohne die aggressive Ironie ganz zu eliminieren, und damit das erste sozialkritisch-aufklärerische Werk der Operngeschichte zu schaffen.

Als Regisseurin gibt KS Brigitte Fassbaender ihren längst überfälligen Einstand in Klagenfurt. Mit ihrer Erfahrung aus jahrzehntelanger Opernarbeit wird sie sich des Intrigengewirrs in Le nozze di Figaro annehmen und es in Heiterkeit, aber auch mit nachdenklichen Zwischentönen auflösen.

Bühne
Dauer: ca. 3 Stunden, 15 Minuten / Pause nach dem 2. Akt
Premiere: Do, 04.11.2021
Dernière: Di, 04.01.2022
Einführungs-Matinee

24. Oktober 2021 – 11.00 Uhr

Podcast Einführung

Pressestimmen

Kleine Zeitung

Dieser „Figaro“ punktet mit Vitalität, Durchsichtigkeit und Klarheit (…) Brigitte Fassbaender inszeniert Mozarts „Le nozze di Figaro“ am Stadttheater lebendig, charmant und geschmackvoll. (…) Das heitere Intrigenspiel über den temperamentvollen Kampf zwischen Machtmissbrauch und Vernachlässigung von Prinzipien präsentiert sich mit immenser Vitalität, charmantem Witz, vielen Nebengeschichten und dabei immer klar und nachvollziehbar. (…) Vital, akzentuiert und duftig tönt es aus dem hochgefahrenen Graben: Bis auf wenige Details weiß das Kärntner Sinfonieorchester unter dem engagiert gestaltenden Nicholas Milton mit zugespitzten Tempi und frischer Lebendigkeit zu erfreuen. Viel Applaus!

Kronen Zeitung

In präziser Leichtigkeit und feinen Modulationen führt Nicholas Milton das KSO durch die Mozartsche „Hochzeitsnacht“, in der neben dem außerordentlichen Ensemble auch Günter Wallners Chor erneut glänzt. Jubel!

APA

Der hochgefahrene Orchestergraben lässt die Kontraste der großartigen Partitur strahlen, die der neue musikalische Leiter Nicholas Milton mit dem Kärntner Sinfonieorchester feinsinnig ausleuchtet. Soloinstrumente stechen hervor, zügige Tempi treiben das Geschehen voran, wortdeutlich und klar sind die Sängerschauspieler zu verstehen. Gesanglich und darstellerisch beeindruckt Mathilda Sterby als unglücklich liebende Gräfin mit Stimmstärke und Eleganz à la Grace Kelly. Dara Savinova in der Hosenrolle des Cherubino (…) gibt mit Barbarina Lisa Marie Lebitschnig ein queeres Pärchen ab. Wilfried Zelinka, der coronabedingt kurzfristig eingesprungen ist, meistert die Herausforderung bravourös. An seiner Seite überzeugt Sarah Gilford als seine quirlig-resolute Braut Susanna. (…) Stimmlich souverän wirkt German Enrique Alcantara als Graf Almaviva, Christa Ratzenböck ist eine spielfreudige Marcellina im Business-Anzug.

Der Standard

(…) Christa Ratzenböcks Marcellina (könnte) kaum inniger wirken, als wenn sie sich plötzlich als Mutter des Mannes entdeckt, den sie die ganze Zeit heiraten wollte. German Enrique Alcantaras auch schauspielerisch ausdrucksstarker Graf Almaviva hat in der berühmten Vergebungsbitte verdientermaßen noch einen Moment, in dem das ganze Theater den Atem anhält. Ogulcan Yilmaz glänzt als lyrischer Figaro, dem in den dramatischen Augenblicken nicht immer die stimmliche Strahlkraft verfügbar ist, die er sich vorstellt. Immer bettet Nicholas Milton mit dem Kärntner Sinfonieorchester das Ensemble auf klangliche Rosen. Und so bezaubert Sarah Gilfords Susanna nicht nur den Schwerenöter Almaviva und den auserwählten Barbier, sondern das ganze Publikum. Den innersten Glanz, das zutiefst menschliche Leuchten gibt dem Abend schließlich Matilda Sterby. Ihre Gräfin Rosina singt in zwei Arien alles, was sich an Sehnsucht und Enttäuschung über Leben und Tod singen lässt.

Termine & Karten

Karten
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Besetzung

Musikalische Leitung
Nicholas Milton
Regie
KS Brigitte Fassbaender
Bühne und Kostüme
Dietrich von Grebmer
Licht
Helmut Stultschnig
Choreinstudierung
Günter Wallner
Dramaturgie
Markus Hänsel
Graf Almaviva
Germán Enrique Alcántara
Gräfin Almaviva
Matilda Sterby
Susanna
Sarah Gilford
Figaro
Ogulcan Yilmaz
Wilfried Zelinka (04.11.)
Cherubino
Dara Savinova
Marcellina
Christa Ratzenböck
Bartolo
Benjamin Bloomfield
Basilio
Thomas Tischler
Don Curzio
David Jagodic
Mihael Strniša
Barbarina
Lisa Marie Lebitschnig
Antonio
Josef Pepper
Zwei Frauen
Júlia Banyai
Alena Temesiová
Sun Mi Kim
Olena Pruscha
Zwei Diener
Doris Micheli
Walter Vanicek
Christine Witzeling
Hermann Schiffermüller
Kärntner Sinfonieorchester
Chor des Stadttheaters Klagenfurt